1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
Politik

Merkel will nicht mit AfD zusammenarbeiten

26. August 2017

Vier Wochen vor der Bundestagswahl sieht der ARD-"Deutschlandtrend" die rechtspopulistische AfD mit zehn Prozent als drittstärkste Kraft im neuen Bundestag. Kanzlerin Merkel positioniert sich jedoch ganz klar.

Deutschland Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wahlkampfauftritt in Quedlinburg
Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Wahlkampfauftritt in QuedlinburgBild: Reuters/R. Krause

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine Zusammenarbeit der Union mit der Partei AfD (Alternative für Deutschland) im neuen Bundestag ausgeschlossen. Der "Welt am Sonntag" sagte sie, "dass die AfD für uns kein Partner für irgendeine Form der Zusammenarbeit sein kann". Die Union müsse vielmehr versuchen, jeden einzelnen AfD-Wähler zurückzugewinnen, sagte Merkel mit Blick auf die Bundestagswahl am 24. September. Das erfordere Geduld. Bislang ist die rechtskonservative Partei nicht im Bundestag vertreten, hat aber laut Umfragen gute Chancen für den Einzug ins Parlament.

Auch die SPD will nicht: die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig kritisiert die rechtsextremistischen Aussagen der AfDBild: picture-alliance/dpa/P. Zinken

Auch die SPD schließt Annäherung an AfD aus

Auch die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig schloss eine Zusammenarbeit mit der AfD aus, wenn diese in den Bundestag einziehen sollte. "Mit dieser Partei ist keine konstruktive Zusammenarbeit möglich. Sie lässt klar rechtsextremistische Aussagen und Tendenzen in der Partei zu", sagte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern der "Schweriner Volkszeitung". Man müsse allerdings zwischen der Partei und bisherigen AfD-Wählern trennen und mit diesen im Gespräch bleiben.

Untersuchung: AfD hat besonders unverständliches Wahlprogramm

Die AfD hat von allen großen deutschen Parteien das sprachlich am wenigsten verständliche Wahlprogramm. Zu diesem Ergebnis kommt eine softwaregestützte Untersuchung, die ein Team um Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim erstellt hat. "Die vermeintliche Volksnähe, die die AfD für sich beansprucht, pflegt sie in ihrer Sprache überhaupt nicht", sagte Brettschneider der "Welt am Sonntag".

Die beste Note in Sachen Lesbarkeit erhielt die Union für ihr Bundestags-Wahlprogramm. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Grüne und Linke. Die FDP muss sich mit Platz vier begnügen. Die SPD landet auf dem fünften Platz. Minuspunkte vergaben die Forscher unter anderem für überlange Sätze, einen hohen Anteil von Schachtelsätzen und den Gebrauch von zusammengesetzten Wörtern, die im allgemeinen Sprachgebrauch unbekannt sind.

as/jv (dpa, epd, afp)