In Shanghai öffnet im ersten Disneyland-Vergnügungspark auf dem chinesischen Festland das weltweit größte Disney-Märchenschloss seine Tore.
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Die Märchenwelt bietet alles, was Disney weltweit beliebt macht: Eine Wildwasserbahn im Stile der Piraten-Saga "Fluch der Karibik", eine Bühnenshow zum Animationsfilm "Die Eiskönigin" und Attraktionen rund um die Charaktere aus "Star Wars". Das sind nur einige der Aushängeschilder, mit denen der Konzern den Park möglichst bald schwarze Zahlen schreiben lassen will - auch mit Hilfe von Klassikern wie Mickey Maus und Donald Duck.
Märchenschloss in Shanghai - nach fünf Jahren Bauzeiten öffnet am Donnerstag der erste Vergnügungspark des amerikanischen Disney-Konzerns auf dem chinesischen Festland offiziell seine Pforten. Die Begeisterung ist groß.
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Mi Lao Shu (Micky Maus) lässt grüßen
Das sechste Disneyland der Welt steht im Pudong-Viertel der Hafenmetropole Shanghai, mitten im industriellen Hinterland. Der Bau hat insgesamt 4,9 Milliarden Euro gekostet. Die Märchenwelt ist natürlich von den beliebtesten Disney-Figuren bevölkert: Micky Maus, Schneewittchen, Donald Duck.
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"Hauptstaße USA" in Shanghai unerwünscht
Die Hauptstadt im chinesischen Disneyland heißt, im Gegensatz zu allen anderen fünf Vergnügungsparks des Konzerns, nicht "Main Street USA", sondern "Mickey Avenue". Die Geschäfte und Restaurants, die die Hauptstraße säumen, sehen aber genauso aus wie an den anderen Standorten.
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Motive aus US-Filmen und Musicals
Im Park gibt es eine Wildwasserbahn (Foto), die an die Piratenfilme "Fluch der Karibik" erinnern soll, eine Bühnenshow nach dem Trickfilm "Die Eiskönigin" und Attraktionen mit den Charakteren aus "Star Wars". Das Musical "König der Löwen" wird in Chinesisch aufgeführt.
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Chinas Partei ist mit im Geschäft
Chinas Vize-Ministerpräsident Wang Yang (m.) weiht zusammen mit Shanghais Parteisekretär Han Zheng (l.) und Disneychef Bob Iger den Park ein. Staatspräsident Xi Jinping schickte ein Grußwort. Disneyland Shanghai ist ein Gemeinschaftsunternehmen. Disney hält nur 43 Prozent des Kapitals und ist mit 70 Prozent an der Verwaltungsgesellschaft beteiligt. Den Rest hält ein chinesischer Staatskonzern.
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Hoffnung auf gute Geschäfte
Der US-Unterhaltungsriese hofft auf glänzende Geschäfte dank Chinas wachsender Mittelschicht. Der Standort am Yangtse ist die Region in China mit der größten Kaufkraft. Rund 330 Millionen Menschen können den Park in weniger als drei Stunden Fahrzeit erreichen. Das Tagesticket kostet umgerechnet 68 Euro. Laut Weltbank betrug 2015 das durchschnittliche Bruttoeinkommen knapp 550 Euro im Monat.
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Starke Konkurrenz aus dem Inland…
In den vergangenen Jahren wurden nach Medienberichten mehr als 300 Vergnügungsparks in China eröffnet. Das letzte Beispiel: "Wanda Park" in der zentralchinesischen Metropole Nanchang. Der Eigentümer, der Immobilientycoon Wang Jianlin, schhätzte, dass Disney in Shanghai bis zu 20 Jahre brauchen werde, um sich zu amortisieren. "Ich finde seine Einschätzung sehr lustig", erwiderte Disneychef Iger.
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…und dem Ausland
Auch der andere US-Betreiber von Vergnügungsparks, die Firma NBCUniversal, will bis 2019 den weltgrößten Themenpark von Universal Studios in der chinesischen Hauptstadt Peking fertigstellen, um die Besucher im Norden Chinas stärker für Hollywood zu begeistern.
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Umgerechnet knapp 4,9 Milliarden Euro hat Disney sich den Park am Rande von Chinas industriellem Zentrum kosten lassen. Disney-Chef Bob Iger bezeichnete die Eröffnung des 2011 gestarteten Projekts als "entscheidenden Meilenstein" der Firmengeschichte. Disney baut darauf, dass die von der Regierung angekündigte Förderung des Privatkonsums dem Shanghai Disney Resort Starthilfe gibt.
Mehr als 300 Vergnügungsparks haben der Zeitung "National Business Daily" zufolge in den vergangenen Jahren im Reich der Mitte ihre Tore geöffnet. Vergangenes Jahr waren es demnach allein 21, weitere 20 seien in Vorbereitung. Mit dabei sind unter anderem die US-Konkurrenten Universal Studios und Dreamworks, die in Peking beziehungsweise ebenfalls in Shanghai an eigenen Amüsierwelten arbeiten.
Erster Disney Park in China
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Rund 330 Millionen Menschen leben innerhalb von drei Stunden Fahrtzeit zum neuen Park am Fluss Jangtse. In einem Land, in dem der durchschnittliche Monatsverdienst lediglich 246 Euro beträgt, können aber Ticketpreise zwischen 50 und 79 Euro Familienausflüge schnell zur Luxusreise werden lassen. "Manchen Menschen mit durchschnittlichem Einkommen könnte Disney zu teuer sein", sagt Professor He Jianmin von der Shanghaier Universität für Finanzen und Wirtschaft. Dennoch habe der Park das Potenzial, "einer der weltweit profitabelsten für Disney zu werden". Dafür, sagt Jianmin, müsse die Märchenwelt sich einfach auf eine besser verdienende Klientel konzentrieren.