Israel sendet Soldaten zum Schutz in palästinensische Häuser
14. August 2026
Israels Militär zufolge wurden die Truppen entsandt, um die palästinensischen Einwohner zu schützen und die Sicherheit aufrechtzuerhalten. Die israelischen Soldaten hätten die Anweisung erhalten, dass die Bewohner in ihren Häusern bleiben sollten. Der Bürgermeister des Ortes, Abed al-Athem Wadi, und Einwohner in Kusra bestätigten die Entsendung der israelischen Soldaten.
Die Belagerung in der Ortschaft im von Israel besetzten Westjordanland hatte am Wochenende begonnen. Israelische Siedler hatten in dem Palästinensergebiet die Zufahrtsstraße zu drei Häusern gesperrt, ein Zelt aufgeschlagen und die Strom- und Wasserversorgung unterbrochen. Nach Angaben der Vereinten Nationen saßen rund 15 Palästinenser, darunter zwei Kinder, ohne Wasser und Strom in den Gebäuden fest.
Scharfe Kritik aus den USA
Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, hatte das Vorgehen der Siedler scharf kritisiert. Die israelische Armee und die Polizei seien auf Bitten der USA eingeschritten, um die "israelischen Terroristen" zu vertreiben, erklärte Huckabee. Das Verhalten der Verantwortlichen sei kriminell, ergänzte der US-Botschafter, der als ausgesprochen pro-israelisch gilt.
Fakt ist: Israels Militär steht zunehmend unter Druck, illegale Landnahmen durch israelische Siedler zu stoppen. Diese fühlen sich jedoch durch die rechtsgerichtete Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestärkt, denn diese will den Ausbau der Siedlungen im Westjordanland vorantreiben.
In dem 1967 von Israel eroberten Gebiet leben rund drei Millionen Palästinenser und etwa 700.000 israelische Siedler, deren Siedlungen nach internationalem Recht illegal sind. Nach Angaben der israelischen Organisation Peace Now gibt es im Westjordanland rund 146 Siedlungen sowie 390 kleinere Außenposten. Die Palästinenser beanspruchen die Gebiete für einen eigenen Staat. Israel lehnt dies ab.
haz/AR/pgr (rtr, dpa, afp)
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