Montenegro akzeptiert EU-Vorschlag
8. Dezember 2001Podgorica, den 6.12.2001, POBJEDA, serb.
Die Regierung der Republik Montenegro hat auf der gestrigen Sitzung unter Vorsitz von Filip Vujanvic (Premier Montenegros – MD) das vom EU-Beauftragten für Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, vorgeschlagene Konzept für einen erneuten Dialog über die Neuordnung der Beziehungen zwischen Montenegro und Serbien erörtert. Die Regierung gelangte zu dem Schluss, dass sie den Vorschlag annimmt, im Dialog zur Neuordnung der Beziehungen zwischen Montenegro und Serbien die Möglichkeiten einer Reformierung der Föderation sowie auch die eventuellen Folgen ihrer Aufhebung zu erörtern, worunter die Konstituierung eines Bundes unabhängiger Staaten oder die Debatte über die Beziehungen zwischen zwei unabhängige Staaten fiele.
Die Regierung stimmt darin überein, dass bis zu einer Klärung des staatsrechtlichen Status die Regierungen Montenegros und Serbiens zusammenarbeiten sollten, um die Beziehungen zu verbessern, insbesondere im wirtschaftlichen, infrastrukturellen, juristischen und anderen Bereichen.
Die montenegrinische Regierung akzeptiert, dass der Dialog mit den Teilnehmern des Treffens vom 26. Oktober diesen Jahres stattfindet. Daran nahmen die Präsidenten Vojislav Kostunica und Milo Djukanovic, die Premiers Zoran Djindjic und Filip Vujanovic sowie Vize-Premier Miroljub Labus teil; ferner soll sich der EU-Beauftragte, Javier Solana, der den Dialog durch seine Dienste erleichtern würde, daran beteiligen. Dass die Teilnahme des EU-Beauftragten akzeptiert werde, sei ein Ausdruck für den besonderen Respekt, den Montenegro ihm gegenüber hege. (...)
Die Regierung ist damit einverstanden, dass der Dialog vor Jahresende aufgenommen wird und dass ein oder mehrere Abkommen bis Ende Februar kommenden Jahres erzielt werden, wobei wöchentliche Treffen auf der Ebene der persönlichen Vertreter abwechselnd in Podgorica und Belgrad stattfinden. (...) (md)