Montenegro fordert eigenes Ministerium für Verteidigung
17. Dezember 2003Podgorica, 17.12.2003, BETA, serb.
Der Chef der montenegrinischen Direktion für Verteidigung, Borislav Lalevic, hat sich wiederholt dafür eingesetzt, das vor zehn Jahren abgeschaffte Verteidigungsministerium in Montenegro wieder einzusetzen.
Lalevic hat gegenüber der in Podgorica erscheinenden Tageszeitung "Vijesti" an seine früheren Forderungen über die Aufgaben des montenegrinischen Verteidigungsministeriums erinnert. Das Ministerium sollte sich um die Erfassung der neuen Rekruten sowie um die Arbeit der Militärkrankenhäuser und -Erholungsorte in Montenegro kümmern.
Montenegro hat Lalevic zufolge in diesem Jahr 28 Millionen Euro zur Finanzierung der Armee Serbien und Montenegros ausgegeben. "Die Bürger wissen leider nicht, welche Institutionen sie finanzieren und welche Befugnisse diese Einrichtungen haben". Diese Institutionen werden Lalevics Worten zufolge "direkt aus Belgrad geleitet."
Lalevic sagte, dass "Kollegen aus Serbien" die Forderung der montenegrinischen Direktion für Verteidigung unterstützen, weil, wie er sagte, auch die serbische Direktion die gleiche Forderung im Verteidigungsministerium Serbien und Montenegros stellen könnte, nämlich, dass auch Serbien ein Verteidigungsministerium erhält. (fp)