1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Montenegros Außenminister beansprucht Hälfte aller Botschafterposten der Staatenunion Serbien und Montenegro

6. März 2003

Belgrad, 5.3.2003, BETA, serb.

Der montenegrinische Außenminister Dragisa Burzan hat heute die Meinung wiederholt, Montenegro, habe das Recht auf die Hälfte aller Botschafterposten. In einem Interview mit dem Radiosender Antena M aus Podgorica sagte Burzan, die Forderung Montenegros sei "logisch" und stütze sich auf das Prinzip der Gleichheit und Symmetrie zwischen den Mitgliedern der Union.

Er kritisierte eine Aussage des stellvertretenden Vorsitzenden der demokratischen Partei, Zoran Zivkovic, über die Aufteilung der Botschafterposten und vertrat die Einschätzung, sie zeige "einige der ständigen Merkmale der serbischen Politik gegenüber Montenegro". "Dazu zählt eine herablassende Haltung, und die führt zu Spannungen", so Burzan in einer Reaktion auf die Aussage Zivkovics, eine Fifty-Fifty-Aufteilung der Botschafter-Ämter "kommt nicht in Frage".

Burzan ist der Ansicht, Montenegro befinde sich seit dem 5. Oktober 2002 "in einer nicht beneidenswerten internationalen Position" und was es in der Diplomatie bislang erreicht habe, sei "völlig bedeutungslos".

"Montenegro muss die Hälfte der Botschafter-Ämter erhalten, die Hälfte der Ministerberater stellen und die Hälfte der Posten auf den anderen Ebenen der diplomatisch-konsularischen Missionen erhaltern", so Burzan. Er fügte hinzu, Montenegro würde die Kosten seiner Vertreter im Ausland übernehmen.

Zur Verdeutlichung seines Vorschlags einer Aufteilung der Botschafterposten sagte Burzan, wenn Serbien den Boschafter in Washington stelle, dann sollte Montenegro den Posten in Brüssel erhalten". (MK)

Den nächsten Abschnitt Top-Thema überspringen

Top-Thema

Den nächsten Abschnitt Weitere Themen überspringen