Mord, Entführungen, Lösegeldforderungen
8. Januar 2003Spektakuläre Morde, Gewalt, Entführungen und Lösegeldforderungen, bewaffnete Auseinandersetzungen, Grenzspannungen, terroristischen Anschläge, Waffenschmuggel, Jugendkriminalität sowie Bombenexplosionen gehörten im vergangenen Jahr in Mazedonien zum Alltag. Polizeistatistiken ist auch zu entnehmen, das es in Tetovo und Umgebung im Durchschnitt einen Mord wöchentlich gab. Besonders deutlich wird in den bisherigen Polizeianalysen: in Mazedonien werden jährlich 50 Morde begangen; ihre Zahl hat sich im vergangenen Jahr sogar verdoppelt. (...)
Die schwarze Statistik für Tetovo und Umgebung ist besorgniserregend. Bei 32 bewaffneten Auseinandersetzungen, vorwiegend zwischen kriminellen Banden, wurden 29 Personen getötet. Die Opfer sind im Durchschnitt 30 Jahre alt und die bevorzugte Waffe ist die Maschinenpistole vom Typ "Kalaschnikow". 20 Morde wurden nach Angaben der Polizei noch nicht aufgeklärt. Einige Personen sind der Polizei bekannt, sie sind leider nicht zu fassen, weil sie sich in Regionen befinden, in denen die Polizei keine Kontrolle hat, oder ins Ausland geflüchtet sind. (...) In 29 Fällen waren die Opfer Albaner und die Täter meistens Landsmänner. Drei Mazedonier sind von Albanern getötet worden.
In der mazedonischen Hauptstadt Skopje wurden im vergangenen Jahr insgesamt acht Morde registriert. Außerdem gab es 17 Massenschlägereien von Schülern, bei denen 32 Schüler verletzt wurden. (fp)