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Moskau verweigert katholischem Geistlichen die Einreise

15. April 2002

- Der Vatikan protestiert

Moskau, 11.4.2002, INTERFAX, russ.

Auf dem Flughafen Scheremetewo-2 ist in dieser Woche dem katholischen Priester Stefano Caprio bei der Ausreise nach Italien das Einreisevisum abgenommen worden. S. Caprio dürfe nicht mehr in Russland einreisen, teilten Sonderdienste der Russischen Föderation am Donnerstag (11.4.) der Nachrichtenagentur Interfax mit. "In unserem Land gibt es ein Gesetz, das die Ein- und Ausreise regelt und festlegt, wer sich nicht in Russland aufhalten darf. Zu diesen Personen zählt nunmehr auch der katholische Geistliche", so die Gesprächspartner der Agentur. Sie gaben zu verstehen, dass S. Caprio sich mit Aktivitäten befasst habe, die mit seinem religiösen Amt nicht zu vereinbaren seien. Der genaue Grund für das Einreiseverbot für S. Caprio wurde nicht genannt.

Der Vatikan hat die Behauptung, S. Caprio habe in Russland Spionage betrieben, kategorisch zurückgewiesen. "Es ist völlig absurd und erinnert an die traurige Praxis der Sowjetzeit", wurde Interfax in der Vertretung des Vatikan in Moskau mitgeteilt. Die Angehörigen der diplomatischen Vertretung verbürgten sich persönlich für Pater Stefano. Er sei "einfach Seelsorger in der Gemeinde des Heiligen Rosarius in Wladimir" gewesen und habe "an der Russischen Staatlichen Humanitären Universität doziert".

Die Vertretung des Vatikan und der italienischen Botschaft in Moskau erwarten jetzt eine Erklärung des russischen Außenministeriums in dieser Angelegenheit. (TS)

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