Motorsport: Mick Schumacher wechselt in die Indy-Car-Serie
24. November 2025
Mick Schumacher setzt seine Rennfahrer-Karriere in den USA fort und wird dort auch bei den legendären "500 Meilen von Indianapolis" an den Start gehen. Der 26-Jährige wird in der IndyCar-Serie für das Team "Rahal Letterman Lanigan Racing" antreten. Mitbesitzer des Rennstalls ist der ehemalige Late-Night-Talkstar David Letterman.
Er werde "die komplette Saison bestreiten", sagte Schumacher. "Ich bin sicher, dass wir gemeinsam viel erreichen können." Für den Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher ist es der nächste Versuch in seiner Motorsport-Karriere. Er war nach zwei Titeln in Nachwuchsklassen bis in die Formel 1 aufgestiegen, hatte sich dort aber nicht durchsetzen können.
2021 und 2022 fuhr Mick Schumacher für das US-amerikanische Haas-Team. Danach bekam er einen Vertrag als Ersatz- und Testfahrer für Mercedes, auf eine Rückkehr als Stammpilot der Formel 1 hoffte er vergeblich. Auch für das künftige Audi-Team oder Neueinsteiger Cadillac war Schumacher letztlich keine Option.
Testfahrten Mick Schumachers im Oktober
In diesem Jahr hatte er sich nur noch auf sein Engagement für den französischen Hersteller Alpine in der Langstrecken-Weltmeisterschaft konzentriert. Er habe so viel auf und außerhalb der Strecke gelernt, postete Mick Schumacher bei Instagram zu seinem Abschied von Alpine nach insgesamt zwei Jahren.
Mitte Oktober hatte er einen Test auf dem Indianapolis Motor Speedway für "Rahal Letterman Lanigan Racing" bestritten und dabei einen vielversprechenden Eindruck hinterlassen.
"Es ist ein Einsitzer, es gibt 17 Rennen im Jahr. Und das ist im Grunde alles, was sich ein Rennfahrer wünschen kann", sagte Schumacher nach seinen Testrunden in dem mehr als 700 PS starken Rennauto.
Bis zu 380 km/h
Sein Vater Michael Schumacher, der seit seinem schweren Skiunfall Ende 2013 nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetaucht ist, hatte während seiner eigenen Karriere einen Start bei einem Rennen wie den Indy500 ausgeschlossen. Er hielt es für zu gefährlich. Auch Mick Schumachers Onkel Ralf, einst ebenfalls Autorennfahrer, hatte vor den Testfahrten Bedenken geäußert.
Heftige Unfälle sind gerade auf einem Oval wie bei den Indy500 keine Seltenheit, die Autos erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 380 Stundenkilometern. Kiesbetten oder Auslaufzonen wie auf den meisten Strecken der Formel 1 gibt es nicht - stattdessen eine Mauer mit riesigen Fangzäunen, die die Zuschauer vor herumfliegenden Teilen schützen sollen, wenn es zu Unfällen kommt.
Erstes Saisonrennen im März 2026
Mick Schumacher ist nicht der erste Formel-1-Fahrer, der sich in der in den USA so beliebten Rennserie versucht. Bei den Indy500 trat auch schon der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien an.
Los geht die neue IndyCar-Saison am 1. März 2026 in St. Petersburg in Florida. Am 9. Mai steht das Rennen über die 500 Meilen in Indianapolis auf dem Programm.