1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Murray erneut Wimbledon-König

10. Juli 2016

Drei Jahre nach seinem ersten Triumph gewinnt der Schotte erneut das älteste Tennisturnier der Welt. Er lässt dem Kanadier Raonic in drei Sätzen keine Chance. Murrays prominenter Trainer ist sein Erfolgsgarant.

Großbritannien Wimbledon 2016 Andy Murray Gewinner
Bild: Reuters/T. O'Brien
Andy Murray ist zum zweiten Mal Wimbledon-König! Der 29-Jährige feierte am Sonntag bei seinem Heim-Grand-Slam vor dem mitfiebernden Prinz William und dessen Frau Kate einen souveränen Endspiel-Erfolg. Mit 6:4, 7:6 (7:3) und 7:6 (7:2) setzte sich der Schotte gegen den Final-Debütanten Milos Raonic durch und sicherte sich seinen dritten Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere (US Open 2012, Olympia-Gold 2013 und Wimbledon 2013).

Allesamt gewann Murray mit dem Ex-Star Ivan Lendl als Trainer, zu dem er erst vor rund einem Monat wieder zurückgefunden hatte. "Ich wollte mit Ivan wieder zusammenarbeiten, damit er mir hilft, diese Events zu gewinnen", hatte Murray gesagt. Zuvor war die über zwei-jährige Zusammenarbeit von Lendl beendet worden, weil sich der früher Champion eingenen Projekten widmen wollte.
Vor drei Jahren hatte Murray das Wimbledon-Publikum schon einmal in einen Freudentaumel versetzt, als sein Erfolg immense historische Bedeutung hatte. Als erster Brite seit Fred Perry 1936 entschied er 2013 das bedeutendste Tennisturnier der Welt für sich.

Publikumsliebling Murray
Auch diesmal erhoben sich die Zuschauer auf dem Centre Court von ihren Sitzen, als Murray das Match zu seinen Gunsten entschied. Das Finale hatte einen zusätzlichen Reiz dadurch bekommen, dass Raonic sich den dreimaligen Wimbledonsieger John McEnroe als Ratgeber in sein Team geholt hatte und sich somit zwei frühere Rivalen als Trainer gegenüberstanden.


Mit dem Halbfinal-Erfolg über den Wimbledon-Spezialisten Roger Federer hatte Raonic als erster Kanadier bei den Herren das Endspiel eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Einen Tag nach der Finalniederlage von Angelique Kerber gegen Serena Williams präsentierte sich Murray konzentriert und mit dem Willen, sich die Chance nicht nehmen zu lassen.

Rivale Djokovic früh ausgeschieden
Murray nutzte es aus, dass Vorjahressieger Novak Djokovic schon Mitte des Turniers Wimbledon verlassen hatte. Am serbischen Topfavoriten war der Brite in diesem Jahr jeweils im Finale der Australian Open und der French Open gescheitert.

Eine der entscheidenden Szenen: Beim Stand von 3:3 im ersten Satz nutzte Murray seine dritte Breakchance, als er den Kontrahenten zu einem Volley-Fehler zwang. Murray schrie, das Publikum tobte. Die Basis für den ersten Satzgewinn nach 41 Minuten war gelegt.

Lendl = Titel
Auch im zweiten Abschnitt ließ der Lokalmatador bei eigenem Aufschlag nichts zu. Raonic kämpfte sich zwei Tage nach seinem Fünf-Satz-Sieg über den siebenmaligen Wimbledon-Champion Federer in den Tiebreak. Dort ging dann aber Murray schnell mit 6:1 in Führung. Sein Aufschlag bescherte ihm bei der dritten Chance die 2:0-Satzführung. Im dritten Durchgang geriet Murray in Probleme. Zwei Breakbälle musste der Vater einer kleinen Tochter bei 2:2 abwehren. Doch wieder ging es in den Tiebreak, wieder war der Favorit der Bessere und feierte den sechsten Sieg nacheinander gegen Raonic.
sw/to (dpa, sid)
Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen