Nach fünf Jahren Nomadentum und temporären Projekten eröffnet das Berliner "Museum des Kapitalismus" am Freitag erstmals eine Dauerausstellung am festen Standort in Berlin-Kreuzberg.
Bronzeskulptur Karl Marx (sitzend) und Friedrich Engels in BerlinBild: picture-alliance/dpa/Markus C. Hur
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Der Kapitalismus kommt im 200. Geburtsjahr von Karl Marx endgültig ins Museum. In der 150 Quadratmeter großen interaktiven Schau in der Köpenicker Straße 172 in Berlin-Kreuzberg können Besucher erfahren und ausprobieren, wie Wirtschaft und Gesellschaft im Kapitalismus funktionieren, wie die Ausstellungsmacher am Dienstag ankündigten.
Buchcover eines der Hauptwerke von Karl MarxBild: Otto-Meisner
"Wir haben endlich einen Ort geschaffen, an dem wir uns mit allen Themen rund um den Kapitalismus auf zugängliche Weise beschäftigen", erklärte Mitorganisatorin Sylwia Rafinska.
Die erste temporäre Ausstellung des "Museums des Kapitalismus" eröffnete 2014 im Rahmen des Berliner Kunst- und Kulturfestivals "48h Neukölln". Seitdem präsentierten die Ausstellungsmacher ihr Projekt wiederholt in wechselnden Räumen. Nach ihren Angaben ist das nun feste Museum das erste "Museum des Kapitalismus" weltweit.
is/ch (epd)
Neben den musealen Attraktionen der Museumsinsel hat Berlin noch rund 200 andere Museen, gefüllt mit Schätzen von skurril bis erhellend.
Die deutsche Hauptstadt hat museale Attraktionen wie die Museumsinsel und noch rund 200 andere Museen mehr, gefüllt mit Schätzen von skurril bis erhellend. Ein Streifzug durch die Berliner Museumslandschaft.
Bild: picture-alliance/W. Steinberg
Zuckermuseum
Die Dauerausstellung "Alles Zucker!" zeigt, wie der süße Stoff zur begehrten Handelsware wurde, der auch als Baumaterial für ein Modell des Berliner Wahrzeichens diente. Die Exponate aus dem historischen Zuckermuseum von 1904 wurden unter dem Dach des Deutschen Technikmuseums in Berlin-Kreuzberg neu arrangiert.
Bild: picture-alliance/dpa
Lippenstiftmuseum
Die Luxus-Lippenstifthülse im Art-Deco-Stil mit Goldauflage, Diamanten, Brillanten und schwarzen Saphiren aus dem Jahr 1925 ist nur ein Highlight in der üppigen Sammlung von René Koch. Der Berliner Visagist führt nach Anmeldung Gäste durch sein privates Museum im Stadtteil Wilmersdorf und auf Wunsch gibt er auch individuelle Schminktipps.
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Schwules Museum
Die Helden Superman und Robin küssen sich in einem Comic des Künstlers Ross Johnston. Für Männer, die Männer lieben, für Frauen, die Frauen lieben und für alle dazwischen macht sich das Schwule Museum im Stadtteil Tiergarten stark. Es gibt kostenlose öffentliche Führungen.
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Gründerzeitmuseum
So sah die gute Stube wohlhabender Bürger in Deutschland zwischen 1870 und 1900 aus. Insgesamt 14 vollständig eingerichtete Wohnräume im Stil der Gründerzeit sind in Berlin-Mahlsdorf in einem Gutshaus zu bestaunen. Sogar die Ausstattung der "Mulackritze", einer der berühmtesten Berliner Kneipen, hat im Museum Platz gefunden.
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Tieranatomisches Theater
Früher wurden hier vor Studenten Tierkadaver seziert. Der Hörsaal ist das älteste und bedeutendste erhaltene akademische Lehrgebäude in Berlin.Das klassizistische Bauwerk hat der Architekt Carl Gotthard Langhans im 18. Jahrhundert, zeitgleich mit dem Brandenburger Tor, entworfen und gebaut. Es ist als Teil des Medizinhistorischen Museums auf dem Gelände der Charité öffentlich zugänglich.
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Computerspiele Museum
Als weltweit erstes Museum seiner Art beglückt das Computerspiele Museum seit 2011 im Stadtteil Friedrichshain die Spielbegeisterten der analogen wie der digitalen Generation. Vom schon legendären Pong-Automaten über den Gameboy bis zum aktuellen 3D-Spiel ist die rasante Entwicklung der Computerspiele spielend leicht zu erfahren.
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Unterwelten-Museum
Ein Stadtmodell zeigt den Größenwahn von Adolf Hitlers Umbauplänen für Berlin. So sollte der Kuppelbau in der Mitte als "Halle des Volkes" über 150.000 Zuschauern Platz bieten. Die Ausstellung "Mythos Germania-Visionen und Verbrechen" ist im Museum des Vereins Berliner Unterwelten am S-Bahnhof Gesundbrunnen zu sehen.
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Deutsch-Russisches Museum
In einem Offizierskasino in Berlin-Karlshorst wurde am 8./9.Mai 1945 die deutsche Kapitulation vor den Alliierten erklärt. Das war das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Während der DDR-Zeit wurde das Haus zum Kapitulationsmuseum. Nach Mauerfall und Wende widmet sich die Ausstellung des Museums heute unter neuem Namen den deutsch-russischen Beziehungen.
Bild: picture-alliance/dpa/B. Pedersen
Bröhan-Museum
Kunstmäzen Karl H. Bröhan schenkte seine Privatsammlung (16.000 Einzelwerke) der Stadt Berlin. Das Spezialmuseum gegenüber dem Schloss Charlottenburg zeigt Objekte der Epochen Jugendstil, Art Deco und Berliner Secession. Das Kaffee-und Teeservice von Josef Hoffmann aus dem Jahr 1910 machte damals als avantgardistisches Design Furore.
Bild: picture-alliance/dpa/S. Stache
Gaslaternen-Freilichtmuseum
In Berlin gibt es noch viele mild schimmernde Gaslaternen, wie in der Sophie-Charlotten-Straße, den Seitenstraßen des Kurfürstendamms und am Chamissoplatz. Der Verein Gaslicht-Kultur setzt sich für die Erhaltung der historischen Straßenbeleuchtung ein und bietet abendliche Touren an. Eine Sammlung von Gaslaternen aus ganz Europa ist am Rand des Großen Tiergartens aufgestellt.