Namibia feiert 20 Jahre Unabhängigkeit
19. März 2010Parkbänke nur für Weiße, getrennte Sitzplätze in Bussen, kaum berufliche Möglichkeiten für Schwarze und von demokratischen Rechten ganz zu schweigen. Nachdem die mit Großbritannien allierte Südafrikanische Union Südwestafrika von den deutschen erobert hatte, wandelten die Buren das Land Schritt für Schritt in einen Apartheidsstaat um. Nach dem Vorbild im eigenen land. Der kampf gegen die Kolonisatoren und das importierte Regimewar steinig, langwierig und erst 1990 erfolgreich. Am 21. März erlangte Naimibia als eines der letzten Länder der Erde überhaupt die Unabhängigkeit.
Deutsche und die Unabhängigkeit
Von 1884 bis 1915 hieß Namibia Deutsch Südwest und war eine Kolonie des Kaiserreichs. Und auch eine Kopie des deutschen Alltags, der Kultur, vom Essen bis zu den Straßennamen. Daran änderte sich zunächst auch nach der Übergabe im Zuge des ersten Weltkriegs an die Südafrikanische Union nicht viel. Viele deutsche blieben im Land, und auch wenn sie heute eine politisch nicht mehr einflußreiche Gruppe stellen, so sind sie doch Teil des Vielvölkerstaates. Wie haben die Deutschen die Erklärung der Unabhängigkeit 1990 erlebt?
Ein Mord kurz vor dem Durchbruch
Auch heute noch ist Namibia durchaus ein Traumziel für deutsche Auswanderer. Einer von ihnen ist der Krimiautor Bernard Jaumann. Mit seinen Romanen um das italienische Bergdorf Monte Secco wurde er berühmt - und vor vier Jahren ging er vom Bergdorf ins Khomas-Hochland (gespr. wie geschr.) nach Windhoek (windhuuk). Jetzt hat Bernard Jaumann mit „Die Stunde des Schakals" seinen zweiten Afrikaroman vorgelegt. Darin geht es um den Mord an dem SWAPO-Anwalt Anton Lubowski kurz vor der Unabhängigkeit aber auch um den Alltag in Namibia heute. Doch warum ist Bernard Jaumann überhaupt nach Namibia gegangen?
Redaktion: Dirk Bathe