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Nervöse Märkte nach Wahlen

7. Mai 2012

Die Finanzmärkte rund um den Globus haben am Montag nervös auf die Wahlen in Frankreich und Griechenland reagiert. Nach anfänglichen Verlusten beruhigte sich die Lage an den meisten Finanzplätzen aber wieder.

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Symbolbild Euro RettungsschirmBild: Fotolia/Michael Wolf

Besonders heftig reagierte die Börse in Athen auf das griechische Wahlergebnis. Der Leitindex Athex Composite Share Price Index verlor sieben Prozent. Besonders starke Verluste im zweistelligen Prozentbereich verzeichneten die Aktien griechischer Finanztitel. Alpha Bank und EFG Eurobank gaben jeweils mehr als 19 Prozent ab.

In Deutschland fiel der Leitindex Dax zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Bis zum Handelsschluss hatte der Dax seine Verluste aber wieder wettgemacht und schloss sogar leicht im Plus.

Auch andere Indizes wie der französische CAC 40 oder der Eurostoxx 50 verzeichneten zunächst Verluste, bevor sie gegen Handelsende drehten und leicht im Plus schlossen.

Zuvor hatten schon die Börsen in Asien ihre schwache Entwicklung bis zum Handelsschluss fortgesetzt. Der Hang-Seng-Index in Hongkong hatte mehr als zwei Prozent, der Nikkei 225 in Tokio rund drei Prozent verloren.

Sorgen um Griechenland

Die Sorgen der Anleger drehten sich vor allem um die ungewisse Lage nach dem Wahlausgang in Griechenland. Konservative und Sozialisten können in Athen weder alleine noch zusammen weiter regieren. Damit gibt es keine Mehrheit mehr für die mit IWF und EU vereinbarten Sparkurs.

Am Montagabend, nach Börsenschluss in Europa, hat der mit der Regierungsbildung beauftragte Chef der Konservativen, Antonis Samaras, seine Sondierungsgespräche für gescheitert erklärt. Staatspräsident Karolos Papoulias wird nun am Dienstag den Chef der Linksallianz Syriza, Alexis Tsipras, mit der Regierungsbildung beauftragen. Syriza hatte bei den Wahlen das zweitbeste Ergebnis nach den Konservativen erzielt.

bea/ml (dpa, rtr, afp)

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