News kompakt: Netanjahu kündigt weitere Angriffe an
24. März 2026
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine Fortsetzung der Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon angekündigt. In einer Videobotschaft erklärte er nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, es gebe die Chance, die bisherigen militärischen Erfolge für ein Abkommen zu nutzen, das die "vitalen Interessen" Israels sichere. Zugleich betonte Netanjahu, die Angriffe im Iran und im Libanon würden parallel weitergeführt.
Trump hatte zuvor über laufende Verhandlungen mit Teheran gesprochen. Der Iran wolle "einen Deal machen", sagte er. Die Führung in Teheran wies Trumps Angaben zu Gesprächen zwischen beiden Ländern zurück: Es gebe "keine Verhandlungen" mit den USA.
Deutsche Reeder warnen vor Gefahr für Seeleute durch Iran-Krieg
Der Verband deutscher Reeder (VDR) ist wegen des Iran-Kriegs in großer Sorge um die Handelsschifffahrt im Persischen Golf. Seit Beginn des Kriegs Ende Februar sitzen in der Region mehr als 2000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten fest, wie VDR-Präsidentin Gaby Bornheim in Hamburg sagte.
Darunter seien mindestens 50 Schiffe von zehn deutschen Reedereien mit etwa 1000 Seeleuten an Bord. Rund 20 Handelsschiffe seien attackiert worden. Es habe Verletzte und Tote gegeben. Nach Angaben des Reeder-Verbandes umfasste die deutsche Handelsflotte im vergangenen Jahr 1716 Schiffe. Deutschland habe damit die siebtgrößte Handelsflotte der Welt.
Australien und die EU vertiefen ihre Handelsbeziehungen
Die EU und Australien haben nach acht Jahren Verhandlungen ein umfassendes Handelsabkommen geschlossen. Es solle Zölle und Handelshemmnisse senken, die Wirtschaft stärken und Wohlstand fördern, erklärten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Premierminister Anthony Albanese in Canberra. Von der Leyen betonte die Bedeutung diversifizierter Handelsbeziehungen, um Abhängigkeiten zu reduzieren, insbesondere angesichts der protektionistischen US-Politik unter Präsident Donald Trump.
Profitieren dürften vor allem Branchen wie Maschinenbau, Chemie, Fahrzeugbau und Landwirtschaft. Zudem erhält die Europäische Union besseren Zugang zu wichtigen Rohstoffen Australiens wie Lithium und den Seltenen Erden.
USA bekommen neuen Heimatschutzminister
Der US-Senat hat den bisherigen Senator aus Oklahoma, Markwayne Mullin, als neuen Heimatschutzminister bestätigt. Mit 54 zu 45 Stimmen votierten die Senatoren für den 48-jährigen Republikaner. Mullin war zuvor zehn Jahre lang Mitglied des Repräsentantenhauses und seit drei Jahren im Senat vertreten.
Anfang des Monats hatte Präsident Donald Trump überraschend die bisherige Amtsinhaberin Kristi Noem entlassen und Mullin als ihren Nachfolger nominiert. Noem, einst Trumps Wunschkandidatin für das Amt, war insbesondere durch ihr hartes Vorgehen bei Abschiebungen in Erscheinung getreten. Zuletzt geriet sie wegen des umstrittenen Einsatzes der dem Ministerium unterstellten Einwanderungsbehörde ICE zunehmend unter Druck.
Pentagon veröffentlicht neue Regeln für Journalisten
Nach der juristischen Niederlage gegen die Zeitung "New York Times" hat das US-Verteidigungsministerium neue Regelungen für Journalisten angekündigt. Der bisherige Arbeitsbereich für Korrespondenten werde geschlossen, teilte Pentagon-Sprecher Sean Parnell mit. Künftig soll ein neuer Pressebereich in einem Nebengebäude außerhalb des Pentagons entstehen.
Zudem erhalten Journalisten nur noch in Begleitung "autorisierten Personals" Zugang. Hintergrund ist eine Klage der "New York Times" gegen Richtlinien vom Oktober. Diese erlaubten es dem Verteidigungsministerium, Reportern die Akkreditierung zu entziehen, wenn sie Informationen ohne Genehmigung veröffentlichen, auch wenn diese nicht als geheim eingestuft waren.
Lufthansa und Flughafen München wollen Terminal ausbauen
Die Lufthansa Group und der Flughafen München wollen gemeinsam die Kapazität des Terminals 2 bis 2035 um bis zu zehn Millionen Passagiere oder fast 30 Prozent pro Jahr erweitern. Im Rahmen ihres seit 2003 bestehenden Joint Ventures wird ein neuer Flugsteig, der sogenannte "T-Stiel", gebaut, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei einer Feier in München zum 100. Gründungsjubiläum der Lufthansa ankündigte. "Luftfahrt ist und bleibt eine Wachstumsbranche", zeigte sich Spohr optimistisch.
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sprach von einem "Mega-Deal" und einem Meilenstein für den Luftverkehrsstandort München.
pgr/se/haz/stu (dpa, afp, rtr, epd)
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