Neue DRM-Empfänger vorgestellt
12. September 2005
Anzeige
Für Rundfunksender, die DRM-Programme abstrahlen, ist dies der lang ersehnte Moment: Erstmals wurden Empfänger mit konkurrenzfähigen Preisen präsentiert, die so vielseitig sind, wie sich das die Kunden erwarten.
Die neuen Radiogeräte empfangen DRM, DAB, UKW mit RDS, Lang- Mittel- und Kurzwelle. All das mit Hilfe eines speziellen Moduls der britischen Technologieschmiede RadioScape und des amerikanischen Chiphersteller Texas Instuments. Zusätzlich wurde auch der Nachfolger des überhaupt ersten kompakten DRM-Empfängers Mayah 2010 vorgestellt, ein Gerät der Firma Himalayah.
Links das Autoradio mit DRM-Empfang von Visteon, rechts ein Prototyp von Frauenhofer IIS, ein Handheld, mit dem Multimedia-Daten einer DRM-Übertragung angzeigt werden können, darunter der Nachfolger des Mayah 2010 von Himalaya.
Am von der RTL Group verantworteten gemeinsamen Messestand waren die DAB/DRM-Neulinge zu sehen: Murphy Richards, Roberts, Sangean sind Hersteller, die auf dem britischen Markt bereits bekannt sind. Dort sind bisher vor allem DAB-Radiogeräte gefragt. Das neue Modul erlaubt nun eine Erweiterung bisheriger Modelle um die Möglichkeit, DRM-Sendungen zu empfangen.
Durch den modularen Aufbau ist diese Generation DRM-Empfänger gleichauf mit dem Ausstattungsstand vieler DAB-Empfängern. So war beispielsweise eine digitale Aufnahmefunktion zu sehen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Zeitspanne von der Entwicklung zum Markt sehr kurz ist: Die auf der IFA gezeigten neuen Geräte sollen rechtzeitig fürs Weihnachtsgeschäft in Serie gehen.
Links ein Empfänger von Murphy Richards in der Vitrine, über Funktionen und Funktionieren können noch keine Aussagen gemacht werden. Rechts Empfänger von Roberts (oben und unten) und Sangean (unten, der rechte der beiden baugleichen Geräte)
Nicht nur für den Hausgebrauch, sondern auch für Unterwegs wurden auf der IFA Lösungen vorgestellt. So führte der Autoindustrie-Zulieferer Visteon eine Autoradiolösung mit DRM vor, ebenso Panasonic. Wann diese in Serie gehen, ist nicht bekannt gegeben worden.
Wie die Zukunft aussehen kann, zeigte das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen: Ihr DRM-Taschencomputer arbeitet quasi als Satellit eines auf DRM aufgerüsteten Autoradios. Während der Radioempfänger für den Hörgenuß sorgt, landen die zusätzlichen Datendienste (beispielsweise die Textnachrichten der Deutschen Welle) über Kurzstreckenfunk (Bluetooth, W-LAN) auf dem Kleincomputer. "Damit der Beifahrer sich informieren kann", wie Projektleiter Alexander Zink betont.
Anzeige