1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Neue Hoffnung auf Einigung bei Griechenland-Hilfe

17. Februar 2012

Im Ringen um das zweite Hilfspaket für Griechenland wächst die Hoffnung auf ein Ende der Hängepartie. Die Europäische Zentralbank beteiligt sich nicht an einer Umschuldung.

Euro-Stern vor dem Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt (Foot: Reuters)
EZB in FrankfurtBild: picture-alliance/dpa

Regierungsvertreter in Athen versicherten, ihr Land habe alle Voraussetzungen erfüllt, damit die Euro-Partner und der Internationale Währungsfonds (IWF) am Montag das Hilfsprogramm mit einem Umfang von 130 Milliarden Euro beschließen könnten.

Merkel gibt sich zuversichtlich

Auch die in den letzten Tagen eher skeptische Bundesregierung äußerte sich optimistisch. Nach einer Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti und dem griechischen Premier Lukas Papademos erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin: "Die drei Regierungschefs sind zuversichtlich, dass die Finanzminister am Montag in der Eurogruppe eine Lösung für ausstehende Fragen finden und so einen Beitrag zur Stabilisierung Griechenlands leisten können."

Der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Martin Kotthaus, teilte mit, man komme einer soliden Entscheidungsgrundlage immer näher. Es müssten aber noch Fragen und Details geklärt werden. Dies werde bis Sonntagnacht dauern. Diese optimistischen Äußerungen gaben den Finanzmärkten Auftrieb. An der Börse in Frankfurt am Main legte der Deutsche Aktienindex DAX 1,4 Prozent zu und beendete den Handel bei 6848 Punkten auf einem neuen Sechsmonatshoch.

Export stärkt griechische Unternehmen

02:03

This browser does not support the video element.

Neben den Milliarden-Hilfskrediten gehört zum Rettungspaket für Griechenland auch ein Schuldenschnitt der privaten Gläubiger im Volumen von 100 Milliarden Euro. Eine offizielle Einigung mit dem Internationalen Bankenverband IIF liegt aber noch nicht vor.

EZB tauscht Griechenland-Papiere

Um zu verhindern, dass sie als öffentlicher Gläubiger bei einem Schuldenschnitt in Mitleidenschaft gezogen wird, hat die Europäische Zentralbank EZB mit einem Umtausch griechischer Staatsanleihen in neue Schuldpapiere begonnen. Seit dem ersten großen Hilfspaket für Athen vor zwei Jahren hat die Notenbank griechische Staatsanleihen in Höhe von schätzungsweise 45 bis 50 Milliarden Euro gekauft.

Durch den Anleihetausch entgeht die EZB nun der Gefahr von Verlusten, falls Griechenland seine alten Gläubiger per Gesetz zu einer Umschuldung verpflichten sollte. Sollte eine freiwillige Umschuldung der privaten Gläubiger nicht genügend Mittel einbringen, wäre ein gesetzlich erzwungener Schuldenschnitt wohl der einzige Weg für die Regierung in Athen, einen Staatsbankrott zu vermeiden.

wl/wa (dpa, rtr, afp, dapd)

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen
Den nächsten Abschnitt Top-Thema überspringen

Top-Thema

Den nächsten Abschnitt Weitere Themen überspringen