Neue Zeiten für Nahost?
20. Januar 2009
Heute wird Barack Obama in Washington als 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt. Die Erwartungen sind hoch, denn sein Vorgänger hat ihm schwere nationale und internationale Probleme hinterlassen. Besonders der Nahe Osten hofft auf eine Veränderung. Über die Chancen und Grenzen von Obamas Nahost-Politik haben wir mit Deutsche Welle Experte Peter Philipp gesprochen.
Die Hinterlassenschaft des Gaza-Krieges
Über 1300 Tote und mehr als 5000 Verletzte auf palästinensischer Seite in Gaza: Das ist die Bilanz der über drei Wochen andauernden Militäroffensive Israels. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fährt heute in den Gazastreifen, um sich ein Bild vom Ausmaß der Zerstörung zu machen . Mindestens 20.000 Häuser sind zerstört worden und Milliarden werden nötig sein, um die Gegend wieder auf zu bauen. Seit die Waffen schweigen kehren die Bewohner von Gaza-Stadt allmählich wieder in ihre Häuser zurück – sofern sie überhaupt noch stehen.
"Alles für meinen Vater"
Der junge Palästinenser Tarek sieht keinen anderen Ausweg, als mit einem Selbstmordattentat mitten auf dem Markt von Tel Aviv die Ehre seines Vaters zu retten. Doch die Selbstzündung misslingt. So gewinnt er zwei Tage Lebenszeit, in denen er die jüdische Kultur und die unterschiedlichsten Menschen kennen lernt. Der spannende Film "Alles für meinen Vater" über einen Selbstmordattentäter, der an seinen beiden letzten Lebenstagen in Tel Aviv jüdische Freunde findet, ist das Kino-Regiedebüt des israelischen Regisseurs Dror Zahavi, der in Deutschland bereits zahlreiche Fernsehfilme inszeniert hat.
Redaktion: Diana Hodali