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PolitikGlobal

News kompakt: Die meisten Journalisten starben 2025 in Gaza

9. Dezember 2025

Reporter ohne Grenzen zählt für das vergangene Jahr weltweit 67 getötete Journalisten. US-Chiphersteller Nvidia erhält grünes Licht, erneut leistungsstärkere KI-Chips nach China zu exportieren. Das Wichtigste in Kürze.

Ein palästinensischer Journalist mit einer Jacke mit der Kennzeichnung "Press"
Das Leben von Journalisten im Gazastreifen war in den vergangenen zwölf Monaten besonders gefährdetBild: Abdallah F.s. Alattar/Anadolu/picture alliance

Weltweit sind in den vergangenen zwölf Monaten nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen 67 Journalisten getötet worden. 29 von ihnen kamen im Gazastreifen ums Leben, wie aus der Jahresbilanz der Organisation hervorgeht. Das zweitgefährlichste Land für Journalisten war demnach Mexiko, wo kriminelle Organisationen neun Reporter töteten.

Besonders bedroht sind laut dem Bericht weiterhin auch Journalisten in der Ukraine sowie im Bürgerkriegsland Sudan und in Syrien. Die hohe Zahl an getöteten Medienschaffenden sei erschreckend, sagte Anja Osterhaus, Geschäftsführerin der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen. Sie sei das Ergebnis systematischer Gewalt von Armeen, Milizen und kriminellen Netzwerken. Für den Bericht prüfte die Organisation nach eigenen Angaben Todesfälle von Journalisten im Zeitraum vom 1. Dezember 2024 bis zum 1. Dezember 2025. 

Trump erlaubt Verkauf von KI-Chips nach China

US-Präsident Donald Trump hat dem US-Chiphersteller Nvidia erlaubt, wieder leistungsstärkere KI-Chips nach China zu verkaufen. 25 Prozent der Erlöse sollen dabei an den amerikanischen Staat gehen, erklärte Trump auf der Plattform Truth Social. Nvidia macht als führender Anbieter von KI-Hardware nach jüngsten Handelsbeschränkungen kaum noch Geschäfte in China.

Nvidia-Chef Jensen Huang (r.) bei US-Präsident Donald Trump im Weißen HausBild: Joyce N. Boghosian/White House/ZUMA/picture alliance

Zuletzt durfte der Konzern nur die deutlich abgespeckten H20-Chips liefern, bevor auch dieses Modell vorübergehend verboten wurde. Nach der erneuten Aufhebung des Verbots wies Peking Unternehmen jedoch an, die leistungsreduzierten Chips nicht zu kaufen. Die US-Auflagen sollen Chinas Fortschritt bei militärisch nutzbarer KI bremsen. Nvidia-Chef Jensen Huang warnte jedoch, China werde dadurch nur eigene starke Konkurrenzprodukte entwickeln. Um sich die globale Technologieführerschaft zu sichern, müsse Nvidia daher weiter Chips nach China liefern dürfen, so Huang.

China geht bei Seltenen Erden auf Deutschland zu

Die chinesische Regierung hat nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul Kompromissbereitschaft bei der Versorgung Deutschlands und Europas mit Seltenen Erden signalisiert. China habe "Generallizenzen" für den bedeutsamen Rohstoff für deutsche und europäische Unternehmen angeboten, sagte Wadephul nach Gesprächen in Peking. Die Unternehmen sollten sich nun dafür bewerben, so der Außenminister weiter.

Bundesaußenminister Johann Wadephul bei einem Besuch des Jingshan-Parks in PekingBild: Thomas Imo/AA/photothek.de/picture alliance

China habe versichert, dass es sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen werde. Es gebe keinerlei Bestrebungen in Peking, gerade deutsche Unternehmen noch weiter zu belasten, sagte Wadephul.

Neue Angriffe an der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha

Nach neuen Gefechten im Grenzgebiet will Thailand das Militär des Nachbarstaats Kambodscha nach Angaben der "Bangkok Post" langfristig schwächen, um die Sicherheit kommender Generationen zu gewährleisten. Kambodscha kündigte an, nicht tatenlos zuzusehen und sich zu verteidigen. Die Regierung in Phnom Penh warf Thailand nächtlichen Beschuss an mehreren Punkten der Grenze vor. Laut dem Verteidigungsministerium Kambodschas wurden zwei Zivilisten durch einen thailändischen Angriff getötet.

Ein verwundeter thailändischer Soldat nach einem Gefecht mit kambodschanischen TruppenBild: Royal Thai Army/Anadolu/picture alliance

In Thailand berichtete das Portal "Khaosod" auf X von schweren kambodschanischen Angriffen auf thailändisches Gebiet. Beide Länder hatten nach heftigen Kämpfen Ende Oktober in Anwesenheit von US-Präsident Donald Trump ein Waffenruhe-Abkommen geschlossen, das jedoch bereits im November nach einem weiteren Zwischenfall ausgesetzt wurde.

Große Not in Hochwassergebieten in Indonesien

Nach den verheerenden Überflutungen und Erdrutschen auf der indonesischen Insel Sumatra herrscht im Katastrophengebiet ein Mangel an Lebensmitteln, Medikamenten, Notunterkünften und Ärzten. Es fehle an allem, vor allem an medizinischem Personal, sagte der Gouverneur der Provinz Aceh, Muzakir Manaf. Inzwischen wurden mehr als 960 Todesopfer und mindestens 5000 Verletzte registriert, wie die nationale Katastrophenschutzbehörde am Montag mitteilte. Mehr als 290 Menschen werden noch immer vermisst.

Wassermassen auf Sumatra brachten Brücken zum Einsturz (04.12.2025)Bild: Levie Wardana/DW

Schwer getroffen sind der Behörde zufolge 52 Bezirke und Städte vor allem in den Provinzen Aceh, Nord-Sumatra und West-Sumatra. Krankenhäuser, Schulen und Verwaltungsgebäude liegen in Trümmern. Wegen zerstörter Brücken sind Ortschaften weiter von der Außenwelt abgeschnitten. Indonesien und weitere Länder in Süd- und Südostasien waren Ende November von Tropenstürmen und heftigem Monsunregen heimgesucht worden. 

Trumps bevorzugter Kandidat bei Wahl in Honduras vorn

Mehr als eine Woche nach der Präsidentenwahl in Honduras hat der von US-Präsident Donald Trump unterstützte Kandidat Nasry Asfura seinen knappen Vorsprung etwas ausgebaut. Nach Auszählung von nahezu 99 Prozent der Stimmen kommt der Politiker der rechten Nationalpartei auf rund 40,5 Prozent, gefolgt von Salvador Nasralla von den Liberalen mit etwa 39 Prozent.

Der von Trump unterstützte Kandidat, Nasry Asfura, am Wahltag (30.11.2025)Bild: Leonel Estrada/REUTERS

Die schleppende Auszählung seit der Wahl am 30. November hatte für Unmut gesorgt. Zeitweise wurden gar keine neuen Daten veröffentlicht. Nasralla sprach daraufhin auf X von "Betrug". Trump hatte Asfura im Wahlkampf offen unterstützt und angekündigt, Honduras könne im Falle seines Sieges auf US-Hilfe zählen, während er andernfalls "kein Geld verschwenden" wolle.

pgr/gri/se (dpa, afp, rtr, kna)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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