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PolitikGlobal

News kompakt: Drohne trifft britischen Stützpunkt auf Zypern

2. März 2026

Im Zuge des Iran-Kriegs schlägt eine Drohne auf Zypern ein. Woher sie kam ist unklar. Die Hisbollah im Libanon beteiligt sich an Angriffen auf Israel. Das Wichtigste in Kürze.

Britischer Soldat am Eingang der Luftwaffenbasis Akrotiri
Eingang der britischen Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern (Archivbild)Bild: Petros Karadjias/AP Photo/picture alliance

Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag offenbar von einer Drohne getroffen worden. Das bestätigte das Verteidigungsministerium in London laut der Nachrichtenagentur PA. Verletzt wurde bei dem Vorfall nahe Limassol niemand. Nach Angaben der zyprischen Regierung handelte es sich um eine unbemannte Drohne, die nur geringen Schaden verursachte. Wer sie abgefeuert hat, ist bislang unklar.

Die Behörden stünden in engem Austausch mit der britischen Regierung und beobachteten die Lage genau. Zuvor hatte London erklärt, den USA die Nutzung seiner Stützpunkte in der Region für "defensive" Angriffe auf den Iran zu gestatten.

Iran-Krieg weitet sich auf den Libanon aus

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat Israel in der Nacht mit mehreren Raketen angegriffen und stellte sich damit offen an die Seite des Iran. Israel reagierte mit Luftangriffen auf südliche Vororte Beiruts sowie weitere Ziele im Libanon. Gleichzeitig bombardierte die israelische Luftwaffe erneut Ziele im Zentrum Teherans. Auch das US-Militär setzt seine Angriffe im Iran fort, wie Präsident Donald Trump erklärte.

Rauchsäule nach einem israelischen Angriff auf den Ort Dahiyeh im LibanonBild: Hussein Malla/AP Photo/picture alliance

Es ist der erste Raketenangriff der vom Iran unterstützten Hisbollah seit Beginn einer Waffenruhe mit Israel im November 2024. Die Miliz begründete ihr Vorgehen mit der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in Teheran. Nach israelischen Angaben wurde ein Geschoss abgefangen, weitere seien in offenem Gelände eingeschlagen.

Ölpreis steigt in Folge des Iran-Kriegs

Die Eskalation im Nahen Osten treibt den Ölpreis in die Höhe. Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran stieg der Preis der Nordseesorte Brent am Sonntag im außerbörslichen Handel um zehn Prozent auf rund 80 Dollar je Barrel, wie Ölhändler sagten. Analysten prognostizierten, dass der Preis auf 100 Dollar oder mehr klettern könnte. OPEC Plus, eine Gruppe aus acht ölproduzierenden Ländern, erklärte, dass sie im April die Ölproduktion um 206.000 Barrel pro Tag erhöhen wird, um die Auswirkungen auf die Ölpreise abzumildern. Die Gruppe, zu der arabische Golfstaaten und Russland gehören, erklärte in einer Stellungnahme, dass ihre Mitglieder die Marktbedingungen genau überwachen und beurteilen würden, um gegebenenfalls die Marktstabilität zu unterstützen.

Seit Samstag ist der Öl- ​und Gastransport durch die Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gekommen. Der Iran hatte Schiffen die Durchfahrt ​durch die Wasserstraße ‌verboten, über die Öl aus mehreren Förderländern exportiert wird.

Macron präsentiert neue Pläne für Frankreichs Atomwaffen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will an diesem Montag Pläne zum Ausbau der nationalen nuklearen Abschreckung vorstellen. In einer Grundsatzrede am Stützpunkt der französischen Atom-U-Boote äußert er sich auch zur möglichen Einbindung europäischer Partner in den französischen Schutzschirm. Die Debatte über eine stärkere europäische Abschreckung hatte vor zwei Wochen auf der Münchner Sicherheitskonferenz an Dynamik gewonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte dort, er führe Gespräche mit Macron über eine gemeinsame europäische Lösung.

Der französische Präsident Emmanuel Macron auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2026Bild: Felix Hörhager/dpa/picture alliance

Seit dem Brexit ist Frankreich die einzige Atommacht der EU. Nach Angaben des Friedensforschungsinstituts SIPRI verfügt das Land über rund 290 der weltweit etwa 12.200 Atomwaffen und ist damit hinter Russland, den USA und China die viertgrößte Nuklearmacht.

Tote nach Schießerei in Texas

In einem Ausgehviertel in der texanischen Stadt Austin in den USA sind mindestens drei Menschen getötet worden. Die Polizei sei gegen 2 Uhr am Sonntagmorgen (Ortszeit) verständigt worden und habe am Tatort, einer Bar, einen bewaffneten Mann angetroffen. Drei Polizisten hätten das Feuer auf ihn "erwidert" und den Verdächtigen getötet.

Der Tatort in Austin im US-Bundesstaat Texas ist weitläufig abgesperrtBild: Jay Janner/Austin American-Statesman/AP Photo/picture alliance

Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Drei von ihnen schwebten nach Behördenangaben in Lebensgefahr. Das Motiv des Schützen war zunächst unklar. Die zentrale Sicherheitsbehörde der Vereinigten Staaten, das FBI, schließt jedoch einen Terroranschlag nicht aus.

Melania Trump übernimmt Vorsitz im UN-Sicherheitsrat

Melania Trump soll an diesem Montag als erste First Lady der USA eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats leiten. Anlass ist die turnusmäßige Übernahme des monatlich wechselnden Vorsitzes im wichtigsten UN-Gremium durch die Vereinigten Staaten. Nach Angaben der US-Mission bei den Vereinten Nationen wird die Frau des US-Präsidenten Trump die Rolle von Bildung für Frieden und internationale Sicherheit hervorheben. Den entsprechenden Beitrag der US-Mission auf der Plattform X verbreitete die 55-Jährige unkommentiert weiter. Üblicherweise führen UN-Botschafter oder Regierungsvertreter durch die Sitzungen des 15-köpfigen Gremiums.

First Lady Melania Trump wird eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats leiten (Archivbild)Bild: Yuri Gripas/ABACAPRESS.COM/abaca/picture alliance

Der Auftritt erfolgt während angespannter Beziehungen zwischen ‌den ​USA und den Vereinten Nationen. Präsident Trump hatte die UN wiederholt als ineffektiv kritisiert und Reformen ​gefordert. Die USA sind mit mehr als vier Milliarden Dollar bei ihren UN-Beiträgen im ⁠Rückstand.

pgr/pg/fab/sth (dpa, afp, rtr, ap

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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