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PolitikGlobal

News kompakt: Flugbetrieb in München läuft wieder

3. Oktober 2025

Eine Woche nach den Vorfällen in Dänemark musste nun auch Münchens Airport den Betrieb wegen einer Drohnensichtung unterbrechen. Der Angriff von Manchester wird als Terror-Akt eingestuft. Das Wichtigste in Kürze.

Deutschland München | Flugzeuge auf Vorfeldparkpositionen (03.10.2025)
Vorfeld des Flughafens München (am Freitagmorgen)Bild: Ayhan Uyanik/REUTERS

Der Flughafen München (IATA-Kürzel MUC) hat wegen Drohnensichtungen am Donnerstagabend Starts und Landungen gestoppt. Nach Angaben der Betreibergesellschaft wurden 17 Abflüge gestrichen. Knapp 3000 Passagiere waren davon betroffen. 15 ankommende Maschinen mussten nach Stuttgart, Nürnberg, Wien und Frankfurt ausweichen.

Nach Angaben der Bundespolizei hatten mehrere Menschen am Abend von einer Drohne in der Nähe des Luftfahrtdrehkreuzes im Süden Deutschlands berichtet. Später habe es auch Sichtungen über dem Flughafengelände gegeben. Die Hintergründe sind noch unklar. Inzwischen läuft der Flugbetrieb wieder.

Tschechen wählen neues Abgeordnetenhaus

An diesem Freitag beginnt in Tschechien die mit Spannung erwartete zweitägige Parlamentswahl. Bis zum frühen Samstagnachmittag können die mehr als acht Millionen Wahlberechtigten in dem Mitgliedsstaat der Europäischen Union abstimmen.

Wahlkämpfer Babis (am Montag in Liberec)Bild: David W Cerny/REUTERS

Laut Umfragen hat der Rechtspopulist und Ex-Premier Andrej Babis die größten Chancen, zu siegen. Sollte er die Parlamentswahl gewinnen, könnte dies negative Auswirkungen für die von Russland angegriffene Ukraine haben. Tschechien ist bislang ein entschlossener Verbündeter der Regierung in Kyjiw. Babis hatte im Wahlkampf unter anderem dazu aufgerufen, die Militärhilfe für die Ukraine zu stoppen.

Erneut Austausch von Gefangenen

Ungeachtet der anhaltenden Angriffe haben Russland und die Ukraine ein weiteres Mal Kriegsgefangene ausgetauscht. Jede Seite habe 185 Soldaten übergeben, teilten sowohl das Verteidigungsministerium in Moskau als auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit.

Die meisten von ihnen waren seit 2022 in Gefangenschaft. Außerdem durften den Angaben zufolge auf beiden Seiten je 20 Zivilisten in ihre Heimat zurückkehren. Der Austausch fand nach Kreml-Angaben an der Grenze zwischen der Ukraine und Belarus statt.

Appelle von Vertretern des Judentums nach Anschlag in Großbritannien

Nach dem tödlichen Angriff auf eine Synagoge in Manchester ruft der Zentralrat der Juden in Deutschland zur Solidarität mit allen Juden in Großbritannien auf. Der Anschlag "erfüllt uns mit tiefer Trauer und Bestürzung", sagte Präsident Josef Schuster. Dass Menschen am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur angegriffen wurden, mache die Tat umso erschütternder. Wie der Präsident der Konferenz Europäischer Rabbiner, Pinchas Goldschmidt, fordert, sollten Regierungen dafür sorgen, dass Juden sicher sind.

Polizeieinsatz nach dem Angriff in Manchester (am Donnerstag)Bild: Peter Byrne/PA Wire/picture alliance

Bei dem Angriff im Nordwesten Englands wurden am Donnerstagmorgen zwei Menschen getötet und drei schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter - ein Brite mit syrischen Wurzeln - wurde von der Polizei erschossen. Außerdem kamen zwei Männer und eine Frau in Gewahrsam. Sie werden verdächtigt, möglicherweise in die Tat verstrickt zu sein. Die britischen Behörden stufen den Angriff als Terror-Akt ein.

Deutsche Haftbefehle für drei Terrorverdächtige

Einen Tag nach ihrer Festnahme in Berlin sind drei mutmaßliche Unterstützer der islamistischen Hamas in Untersuchungshaft genommen worden. Die Männer waren zuvor dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt worden. Dieser erließ Haftbefehle.

Überführung eines Verdächtigen zum Bundesgerichtshof in Karlsruhe (am Donnerstag)Bild: Philipp von Ditfurth/dpa/picture alliance

Zwei der Beschuldigten haben die deutsche Staatsbürgerschaft, einer wurde im Libanon geboren. Alle drei sollen als sogenannte Auslandsoperateure damit befasst gewesen sein, Schusswaffen und Munition für die Hamas zu beschaffen. Die Waffen sollten nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft für Mordanschläge auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland verwendet werden. Die palästinensische Hamas wird von zahlreichen Staaten als Terrororganisation gelistet.

Weitere Afghanen warten auf Ausreise nach Deutschland

In Pakistan sitzen noch fast 2000 Afghaninnen und Afghanen fest, die eine offizielle Zusage für die Aufnahme in Deutschland haben. Das teilte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums in Berlin mit. Personal der Behörde sei in Pakistan "unter Hochdruck" damit beschäftigt, die Aufnahmeverfahren der Betroffenen zu bearbeiten.

Nach der Machtübernahme der islamistischen Taliban in Afghanistan im August 2021 hatte die damalige Bundesregierung Menschen Aufnahmezusagen erteilt, die in dem Land für die Bundeswehr oder andere Institutionen gearbeitet hatten. Zusagen gab es auch für Personen, die aus anderen Gründen als besonders gefährdet eingestuft wurden - etwa Frauenrechtlerinnen oder Menschenrechtsaktivisten.

Nach dem Regierungswechsel in Deutschland im Frühjahr schränkte das neue Kabinett aus konservativer CDU/CSU und SPD die Aufnahmen stark ein. Gerichte bestätigten aber nach Klagen den Aufnahmeanspruch von Personen mit verbindlicher Zusage.

AR/se/rb/pgr (afp, dpa, kna, rtr)

Dieser Artikel wurde um 9.15 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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