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PolitikGlobal

News kompakt: Macron verurteilt Gewalt bei landesweiten Protesten

19. Oktober 2026

Während es in Frankreich erneut Krawalle gibt, verurteilt Präsident Emmanuel Macron die "ungezügelte" Gewalt. Die USA liefern laut Selenskyj wieder Geheimdienstinformationen an die Ukraine. Der DW-Nachrichtenüberblick.

Polizisten hinter Feuer nahe der Place de la République in Paris
Frankreich hat am Wochenende die schwersten politischen Unruhen seit Jahren erlebt - auch am Sonntag gab es Ausschreitungen, hier ein Feuer am Place de la République in ParisBild: Matthieu Rondel/AFP

Am Tag nach den schweren Ausschreitungen in Frankreich sind in Paris erneut Demonstranten mit der Polizei aneinandergeraten. Dutzende Randalierer kamen zu einem unangemeldeten Protest auf dem zentralen Place de la République zusammen, an dem es am Samstag bereits zu schweren Auseinandersetzungen gekommen war. Wie die Zeitung "Le Parisien" berichtete, errichteten Demonstranten Barrikaden und die Polizei setzte Tränengas ein. Auch aus Toulouse und Lyon wurden Zusammenstöße gemeldet, die aber nicht den Umfang der Ausschreitungen vom Samstag hatten.

In Paris lieferten gewaltbereite Gruppen sich Straßenschlachten mit der Polizei - Hunderte Geschäfte wurden geplündertBild: Matthieu Rondel/AFP

Der französische Präsident Emmanuel Macron verurteilte die "ungezügelte" Gewalt. Die Ausschreitungen seien durch nichts zu rechtfertigen, sagte Macron in einer Fernsehansprache am Abend. Er kündigte an, dass neue Demonstrationen notfalls auch verboten werden können. Außerdem komme die Polizeiarbeit auf den Prüfstand, darum habe er den Innenminister gebeten, sagte der Präsident.

Selenskyj: USA liefern Ukraine wieder Geheimdienstdaten

​Die USA versorgen die Ukraine nach einer kurzen Unterbrechung wieder mit wichtigen Geheimdienstinformationen zur Abwehr russischer Raketenangriffe. Dies sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem ‌⁠Interview mit dem US-Sender NBC. Der Austausch von Geheimdienstinformationen sei unterbrochen, aber später ​wieder "freigegeben" worden.

Sein Land sei "dankbar", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im TV-Interview (Foto vom 16.10.26 beim EU-Gipfel in Brüssel)Bild: Yves Herman/REUTERS

Die Ukraine ist auf die ​US-Informationen ‌angewiesen, um die schnell fliegenden ballistischen Raketen zu orten, die Russland in Wellen auf ihre ‌Städte abfeuert. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang ‌der ​Woche erklärt, Washington teile weiterhin Geheimdienstinformationen. Dies geschah, obwohl ukrainische Vertreter sagten, einige russische Angriffe seien ohne Vorwarnung ​erfolgt.

Notlandung einer Linienmaschine von Tel Aviv nach Wien in Sofia

Ein Flug der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines von Tel Aviv nach Wien ist am späten Sonntagabend nach einer Bombendrohung außerplanmäßig in Bulgarien gelandet. Die Besatzung habe sich für eine Landung in der Hauptstadt Sofia entschieden, teilte das bulgarische Verkehrsministerium am Sonntag mit. Die Passagiere seien nach der Landung in Sicherheit gebracht worden.

Ein Airbus A320 von Austrian Airlines beim LandeanflugBild: Daniel Kessler/imageBROKER/picture alliance

An Bord befanden sich 51 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder, hieß es nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA in einer Mitteilung von Austrian Airlines. Das Unternehmen bestätigte darin die Drohung. Laut dem Verkehrsministerium wurde ein Krisenstab eingerichtet. Die zuständigen Behörden hätten eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

Brandkatastrophe auf Militärstützpunkt in Kanada

Ein schnell um sich greifendes Feuer auf dem Militärstützpunkt Wainwright in Kanada hat vier Menschen getötet und mindestens 19 lebensgefährlich verletzt. Insgesamt wurden 39 Personen mit teils schweren Verbrennungen in Krankenhäuser gebracht, wie die Premierministerin von Alberta, Danielle Smith, in einer Pressekonferenz bekanntgab.

Stilles Gedenken in Wainwright - am Memorial Clock Tower haben Menschen Blumen hinterlassenBild: Jennifer Gauthier/REUTERS

Ein Feuer im Grasland auf dem Stützpunkt habe sich von ungewöhnlich starken Winden angetrieben in kürzester Zeit ausgebreitet und ein Übungsgelände erfasst, wo Soldaten trainierten, sagte Kommandeur Wade Rutland vor der Presse. Die Ursache für den Brand werde noch untersucht. 

Kanadische Provinz Alberta stimmt über mögliche Abspaltung ab

Die Wähler der Provinz Alberta im Westen Kanadas sollen an diesem Montag per Referendum über einen möglichen Weg hin zu einer von einer Minderheit immer wieder geforderten Abspaltung von Kanada entscheiden. Die Stimmberechtigten sollen dabei abstimmen, ob ihre Provinz Teil Kanadas bleiben soll - oder ob ein Prozess eingeleitet werden soll, der zu einem rechtlich bindenden weiteren Referendum über eine Abspaltung führt. 

Albertas Premierministerin Danielle Smith sprach sich immer wieder deutlich gegen eine Abspaltung aus (Archivfoto)Bild: Jason Franson/The Canadian Press/Zumapress/picture alliance

In Umfragen hatte sich zuletzt eine große Mehrheit für den Verbleib als Teil Kanadas ausgesprochen. Auch Albertas Premierministerin Danielle Smith, Kanadas Premierminister Mark Carney sowie beide großen politischen Parteien des Landes hatten sich immer wieder deutlich gegen eine Abspaltung ausgesprochen. Aus der US-Regierung von US-Präsident Donald Trump kam dagegen Unterstützung für die Unabhängigkeitsbewegung. 

Japanische Sonde bricht zum Mars auf

Vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima aus soll heute eine H3-Trägerrakete ins All starten. Sie hat eine Raumsonde im Gepäck, die voraussichtlich im kommenden Sommer den Mars erreichen wird. Dort soll sie zunächst den Mond Phobos umkreisen, dann auf ihm landen und schließlich mindestens zehn Gramm an Bodenproben sammeln, um sie anschließend zur Erde zu bringen.

Pressetermin mit Raumsonde - Journalisten in Japan filmen die Module Bild: Yuichi Yamazaki/AFP

Mit der Mission wollen die Wissenschaftler Erkenntnisse über die Entstehung von Monden sammeln. Außerdem soll geprüft werden, ob sich der kleine Marsmond als Standort für eine Raumstation für eine spätere bemannte Erforschung des Roten Planeten eignet. Bei dem Projekt arbeiten die Japaner mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA und der US-Raumfahrtbehörde NASA zusammen.

pg/pgr (dpa, afp, rtr)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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