News kompakt: Militärs beraten über Ukraine-Abkommen
20. August 2025
Hochrangige Armeevertreter aus den USA, Europa und anderen NATO-Staaten beraten in Washington über ein mögliches Friedensabkommen für die Ukraine. Im Kern geht es um Sicherheitsgarantien für das von Russland angegriffene Land. US-Präsident Donald Trump sagte, er gehe davon aus, dass Deutschland, Frankreich und Großbritannien bereit seien, zur Absicherung eines möglichen Friedens Soldaten in die Ukraine zu schicken.
Die Vereinigten Staaten seien dazu bereit, die Verbündeten - etwa aus der Luft - zu unterstützen. Den Einsatz von amerikanischen Bodentruppen in der Ukraine schloss Trump aus. Sicherheitsexperten halten es allerdings für unwahrscheinlich, dass deutsche oder andere europäische Soldaten in der Ukraine stationiert werden.
US-Regierung hat nun einen TikTok-Account
Trotz des Streits in den USA um die chinesische Videoplattform TikTok hat das Weiße Haus jetzt einen offiziellen Account eingerichtet. "Amerika, wir sind zurück!", lautete der Titel des ersten 27 Sekunden langen Videos, das die Regierung auf der Plattform veröffentlichte.
Eigentlich sah ein im vergangenen Jahr in den USA beschlossenes Gesetz vor, dass die Kurzvideo-App dort vom Netz gehen sollte, falls das US-Geschäft nicht bis Januar verkauft wird. TikTok gehört dem in China ansässigen Bytedance-Konzern. US-Präsident Donald Trump gewährte TikTok jedoch per Erlass eine mehrmonatige Frist und verlängerte diese dann mehrfach.
Mordanklage wegen Todesfahrt von Magdeburg
Die Generalstaatsanwaltschaft in Naumburg an der Saale hat Anklage gegen den Attentäter vom Weihnachtsmarkt in Magdeburg erhoben. Dem Tatverdächtigen werde Mord in sechs Fällen und versuchter Mord in 338 Fällen vorgeworfen, teilte die Ermittlungsbehörde im ostdeutschen Bundesland Sachsen-Anhalt mit.
Dem 50-jährigen Arzt aus Saudi-Arabien wird vorgeworfen, im vergangenen Dezember mit Absicht mit seinem Auto in eine Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt gerast zu sein. Nach Einschätzung der Ermittler war Ärger wegen des Ausgangs eines zivilrechtlichen Streits das Motiv des Angeklagten.
Vorerst kein Hausarrest für Kolumbiens Ex-Präsident Uribe
Der in Kolumbien zu Hausarrest verurteilte frühere Präsident Álvaro Uribe darf sich bis zur Entscheidung über seinen Berufungsantrag wieder frei bewegen. Ein Gericht ordnete die sofortige Freilassung des 73-Jährigen an, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten. Uribe war am 1. August in erster Instanz wegen Zeugenbestechung und Verfahrensbetrugs zu zwölf Jahren Hausarrest verurteilt worden. Auf richterliche Anordnung sollte er die Strafe sofort auf seiner Finca antreten - obwohl das Urteil noch nicht rechtskräftig war. Diese Entscheidung nahmen die Richter nun zurück.
Fällt bis Mitte Oktober kein Urteil in zweiter Instanz, droht das Verfahren zu verjähren. Der rechtskonservative Politiker regierte Kolumbien von 2002 bis 2010 und galt als zentrale Figur im Kampf gegen linke Guerillagruppen. Seine Anhänger feiern ihn als Sicherheitsgaranten. Kritiker werfen Uribe Menschenrechtsverletzungen und Nähe zu paramilitärischen Gruppen vor.
Spielefans pilgern zur Gamescom nach Köln
In der westdeutschen Millionenmetropole Köln startet wieder die Gamescom, die größte Spielemesse der Welt. Bis zum Sonntag zeigen 1500 Aussteller ihre neuesten Video- und Computerspiele. Nach der Eröffnungsshow am Dienstagabend bleiben die Messehallen zum Auftakt zunächst dem Fachpublikum vorbehalten.
Am Donnerstag öffnen die Tore dann für das breite Publikum. Es werden wieder Hunderttausende Fans auf der Gamescom in Köln erwartet. Die Computerspielebranche ist ein wichtiger Wirtschaftssektor mit einem jährlichen weltweiten Umsatz von mehr als 180 Milliarden US-Dollar.
Kirche von Kiruna rollt ans Ziel
Der Umzug einer der bekanntesten Kirchen der Welt geht an diesem Mittwoch weiter. Wegen des Eisenerzbergbaus in der Gegend war die berühmte rote Holzkirche von Kiruna im Norden Schwedens vom Einsturz bedroht. Sie bekommt nun einen neuen, sicheren Standort in fünf Kilometern Entfernung. Am Dienstag hatten die Verschiebearbeiten begonnen. Seitdem rollt das Gotteshaus auf einer ferngesteuerten Transportvorrichtung mit insgesamt 220 Rädern im Schneckentempo seinem Ziel entgegen.
Für den Umzug war eigens eine Straße verbreitert worden. Das Versetzen der 1912 eingeweihten Kiruna kyrka - wie sie auf Schwedisch heißt - kostet 500 Millionen Schwedische Kronen, umgerechnet 45 Millionen Euro.
se/AR/ch (dpa, afp, rtr, ap)
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