News kompakt: Millionenzusage aus Deutschland bei COP30
18. November 2025
Besonders stark vom Klimawandel betroffene Länder können weiter auf die Unterstützung Deutschlands setzen. Auf der Weltklimakonferenz in Brasilien sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider weitere 60 Millionen Euro für den globalen Klima-Anpassungsfonds zu. Trotz der Sparzwänge bleibe Deutschland ein "verlässlicher Partner".
In seiner Rede auf der COP30 in Belém warb Schneider zudem für mehr Maßnahmen zum Schutz des Klimas. Die Weltgemeinschaft müsse sich von ihrer Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas befreien. Dazu müsse im Verkehr, in der Industrie und im Gebäudebereich die Elektrifizierung mit erneuerbaren Energien vorangetrieben werden. Brasiliens Vorschlag, in Belém einen Fahrplan für die Abkehr von fossilen Energieträgern zu beschließen, unterstützte Schneider ausdrücklich. Dies sei "das mutige Signal, das wir brauchen", sagte der deutsche Minister.
Gaza-Resolution bekommt Mehrheit im UN-Sicherheitsrat
Der Gaza-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump hat ein weiteres Etappenziel erreicht. Der UN-Sicherheitsrat hat eine Resolution verabschiedet, die neben der Einrichtung einer Übergangsverwaltung für das Palästinensergebiet am Mittelmeer eine internationale Stabilisierungstruppe vorsieht. Auch ein möglicher künftiger Palästinenserstaat wird darin erwähnt.
13 Mitglieder des höchsten Gremiums der Vereinten Nationen stimmten in New York für den von den USA eingebrachten Vorschlag. Die Veto-Mächte Russland und China enthielten sich. Während die jahrelang im Gazastreifen herrschende Terrororganisation Hamas die Entscheidung des Sicherheitsrates zurückweist, fordert die Palästinensische Autonomiebehörde eine zügige Umsetzung der Resolution.
Trump trifft umstrittenen Gast
An diesem Dienstag empfängt US-Präsident Donald Trump den einflussreichen saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Es ist der erste Besuch des Thronfolgers in Washington seit der Ermordung des regierungskritischen saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi vor sieben Jahren. Ein US-Geheimdienstbericht war zu dem Schluss gekommen, dass bin Salman dessen Tötung gebilligt hatte.
Bei dem Gespräch im Weißen Haus soll es unter anderem um eine Vertiefung der Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Künstliche Intelligenz und zivile Atomenergie gehen. Saudi-Arabien strebt zudem einen Verteidigungspakt zwischen beiden Ländern an. Dies macht die US-Regierung jedoch von einer Normalisierung der Beziehungen des arabischen Königreichs zu Israel abhängig.
Deutschland und Frankreich laden zu Digitalgipfel
Um eine größere europäische Souveränität im Digital-Bereich geht es an diesem Dienstag in Berlin. Deutschlands Kanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sowie Digitalminister der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und Unternehmenschefs kommen zusammen. Sie wollen darüber beraten, wie Europa unabhängiger von Tech-Konzernen aus Übersee werden kann.
An dem sogenannten "Gipfel zur Europäischen digitalen Souveränität" wollen Delegationen aus 23 Ländern teilnehmen. Erwartet werden dabei Investitions- und Kooperationsankündigungen vor allem von deutschen und französischen Unternehmen - etwa im Bereich Künstliche Intelligenz, Rüstung und digitale Infrastruktur.
Präsentation bislang unbekannter Bach-Kompositionen
275 Jahre nach seinem Tod ist das Werkverzeichnis von Johann Sebastian Bach um zwei Stücke reicher. Es handelt sich nach Angaben des Bach-Archivs Leipzig um Orgelwerke, die er als 18-Jähriger geschrieben hatte. Die beiden Frühwerke des weltberühmten deutschen Komponisten wurden am Montagnachmittag bei einem Festakt in der Thomaskirche in Leipzig im Bundesland Sachsen gespielt - dort, wo Bach im 18. Jahrhundert als Kantor tätig war.
Gefunden wurden die Stücke bereits vor mehr als 30 Jahren in einem Archiv in Belgien. Erst jetzt konnte jedoch mit fast hundertprozentiger Sicherheit geklärt werden, dass es sich um zwei Frühwerke Bachs handelt.
Trauer um Kessler-Zwillinge
Die international berühmt gewordenen deutschen Sängerinnen und Tänzerinnen Alice und Ellen Kessler sind tot. Sie starben 89-jährig gemeinsam in ihrem Haus im Süden Münchens. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nach Angaben der Polizei nicht.
Das als Kessler-Zwillinge bekannte Schwesternpaar führte mehr als 60 Jahre lang ein Leben im Rampenlicht - sie traten unter anderen mit Frank Sinatra, Fred Astaire und Harry Belafonte auf. Besonders in den USA, in Frankreich und in Italien wurden die Schwestern gefeiert. Noch mit 80 Jahren standen sie in Deutschland auf der Musical-Bühne. Zuletzt hatten sich die Kessler-Zwillinge aus dem Showgeschäft zurückgezogen.
AR/AN/se (afp, dpa, rtr, ap, kna, epd)
Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.