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PolitikGlobal

News kompakt: USA und Israel greifen den Iran an

28. Februar 2026

Zunächst meldete Israel einen "Präventivschlag" auf den Iran, nun bestätigt US-Präsident Trump auch Angriffe der US-Armee. Die EU ruft Afghanistan und Pakistan zur Deeskalation auf. Das Wichtigste in Kürze.

Rauchsäule nach Explosionen über der iranischen Hauptstadt Teheran
Rauchsäule nach Explosionen über der iranischen Hauptstadt TeheranBild: UGC

Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump umfangreiche Angriffe gegen den Iran begonnen. Das sagte der Republikaner in einem auf seiner Plattform Truth Social verbreiteten Video. Zuvor hatte zunächst Israel "Präventivschläge" gegen den Iran geflogen, um "Bedrohungen für den Staat Israel zu beseitigen", wie Verteidigungsminister Israel Katz erklärte. Aus israelischen Verteidigungskreisen hieß es, die Operation sei über Monate hinweg vorbereitet worden.

Augenzeugen meldeten mehrere Explosionen im Zentrum der iranischen Hauptstadt Teheran. Menschen seien in Panik auf die Straßen geflüchtet. In Israel wurde unterdessen Luftalarm ausgelöst. Das Militär warnte vor einem Gegenschlag des Iran. Zudem sei der israelische Luftraum für den zivilen Flugverkehr geschlossen worden.

OpenAI schließt KI-Vereinbarung mit dem Pentagon

Das US-Unternehmen OpenAI, Entwickler von ChatGPT, hat nach eigenen Angaben ein Abkommen mit dem Pentagon zur Nutzung seiner KI-Technologien geschlossen. Firmenchef Sam Altman schrieb auf der Plattform X, vereinbart worden seien technische Schutzmaßnahmen, darunter ein Verbot der Massenüberwachung im Inland sowie die menschliche Kontrolle beim Gewalteinsatz, auch bei autonomen Waffensystemen.

Der CEO von OpenAI, Sam Altman, verkündete die Einigung mit dem Pentagon auf der Plattform X (Archivbild)Bild: Rodrigo Reyes Marin/ZUMA Press Wire/picture alliance

Zuvor war ein Streit zwischen dem KI-Anbieter Anthropic und der US-Regierung eskaliert. Präsident Donald Trump untersagte Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic-Anwendungen, nachdem das Unternehmen eine uneingeschränkte militärische Nutzung seiner KI, etwa für Inlandsüberwachung oder vollautonome Waffen, abgelehnt hatte.

EU-Rat ruft Afghanistan und Pakistan zur Deeskalation auf

Der Rat der Europäischen Union hat angesichts der eskalierenden Spannungen zwischen Afghanistan und Pakistan zu einer "sofortigen Deeskalation und Einstellung der Feindseligkeiten" aufgerufen. Die Gewalt könne schwerwiegende Folgen für die Region haben, hieß es in einer Stellungnahme. Afghanisches Staatsgebiet dürfe nicht genutzt werden, um andere Länder zu bedrohen oder anzugreifen. Zugleich forderte die EU die afghanischen Machthaber auf, wirksam gegen terroristische Gruppen vorzugehen, die in oder von Afghanistan aus operieren.

Taliban-Soldaten mit Flugabwehrgeschütz auf der Suche nach pakistanischen KampfjetsBild: Stringer/REUTERS

Nach afghanischen Angriffen auf pakistanische Grenzstellungen am Donnerstag flog Pakistan am Freitag Luftangriffe auch auf Kabul und Kandahar. Beide Seiten meldeten Tote und Verletzte. Die in Kabul regierenden Taliban drängten anschließend auf Dialog, während Pakistan Bedingungen für ein Ende der Kämpfe stellte.

EU setzt Mercosur-Handelsabkommen vorläufig in Kraft

Die EU-Kommission prescht beim Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten ohne die Zustimmung des Europaparlaments vor. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte am Freitag an, das Abkommen vorläufig in Kraft zu setzen, ohne die laufende juristische Prüfung abzuwarten. Aus Deutschland und insbesondere aus der Wirtschaft bekam sie dafür Lob. Französische Politiker und Landwirte äußerten hingegen Kritik.

Vor allem in Frankreich haben Landwirte in den vergangenen Monaten gegen das Mercosur-Abkommen demonstriertBild: Blondet Eliot/ABACA/abaca/picture alliance

Das Handelsabkommen der EU mit den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten Argentinien, Uruguay, Brasilien und Paraguay soll eine der weltweit größten Freihandelszonen schaffen und die meisten Zölle auf beiden Seiten beseitigen. Während die Europäer unter anderem Autos und chemische Produkte nach Südamerika exportieren, liefern die Mercosur-Länder hauptsächlich landwirtschaftliche Erzeugnisse und Rohstoffe.

Polens Parlament stimmt für Aufrüstung mit Milliardenkredit aus Brüssel

Das polnische Parlament hat ein milliardenschweres Programm zur Modernisierung der Streitkräfte mit EU-Geldern gebilligt. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte für die Annahme des EU-Darlehens über 44 Milliarden Euro aus dem EU-Programm "Security Action for Europe" (SAFE). Mit dem Geld sollen Luft- und Raketenabwehrsysteme, Anti-Drohnen-Technik und andere Rüstungsgüter finanziert werden.

Proteste der Opposition in Warschau gegen EU-Kredite aus dem SAFE-ProgrammBild: Marek Antoni Iwańczuk/NurPhoto/picture alliance

Die nationalkonservative Opposition kritisiert, Brüssel könne die Gelder nutzen, um Druck auf Warschau auszuüben. Präsident Karol Nawrocki, der der nationalkonservativen Oppositionspartei PiS nahesteht, übt ebenfalls Kritik an dem EU-Programm. Er hat 21 Tage Zeit, um zu entscheiden, ob er das Programm in Kraft setzt oder blockiert. Polen ist als größtes Land an der NATO-Ostflanke der größte Nutznießer des EU-weiten SAFE-Programms, das insgesamt 150 Milliarden Euro umfasst.

Ex-US-Präsident Bill Clinton bestreitet Fehler im Fall Epstein

Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat erneut jede Verwicklung in den Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bestritten. Bei einer Anhörung von Kongressabgeordneten erklärte er, nichts von dessen Verbrechen gewusst und nichts Unrechtes getan zu haben. Seine Bekanntschaft mit Epstein sei lange vor Bekanntwerden der Taten beendet gewesen. Bereits zuvor hatte seine Frau Hillary Clinton ausgesagt, sie habe Epstein nie getroffen und nichts von dessen Verbrechen gewusst.

Ex-US-Präsident Bill Clinton (Archivbild)Bild: Brynn Anderson/AP Photo/picture alliance

Der Ausschuss wollte mit der Befragung des früheren Präsidenten Clinton dessen Rolle in dem Skandal beleuchten. Viele Fotos aus den Epstein-Akten zeigen den Politiker von der Demokratischen Partei. Clinton beteuerte bei seiner Befragung am Freitag, er hätte sich anders verhalten, wenn er von Epsteins Verbrechen gewusst hätte.

Ex-US-Präsident Bill Clinton (Archivbild)Bild: Brynn Anderson/AP Photo/picture alliance

pgr/gri/haz (dpa, afp, rtr, ap)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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