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PolitikGlobal

News kompakt: Schicksalswahl in Israel

27. Oktober 2026

Israel wählt ein neues Parlament. Dabei steht die Macht von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf dem Spiel. Russland und die Ukraine lassen lokal begrenzt Waffen schweigen. Der DW-Nachrichtenüberblick.

Wähler warten in Jerusalem vor der Öffnung des Wahllokals bei der Parlamentswahl in Israel
Rund 7,3 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, die 120 Abgeordneten der Knesset zu bestimmenBild: Ohad Zwigenberg/AP Photo/picture alliance

In Israel wird an diesem Dienstag zum ersten Mal seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 ein neues Parlament gewählt. Rund 7,3 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Im Zentrum steht die Frage, ob sich Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an der Macht halten kann.

Umfragen zufolge dürfte sein bisheriges Bündnis aus rechten und ultraorthodoxen Parteien die für eine Regierungsbildung nötige Mehrheit verfehlen. Als sein Hauptrivale gilt Ex-Militärchef Gadi Eisenkot. Mit vorläufigen Endergebnissen rechnet das Wahlkomitee frühestens am Donnerstag.

Russland und Ukraine beginnen lokale Feuerpause in Oleschky

In der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky ist eine örtlich begrenzte Waffenruhe in Kraft getreten. Die russische Seite bestätigte in der Nacht, dass seit 3.00 Uhr (Ortszeit) und für die Dauer einer humanitären Operation eine Feuerpause rund um die seit Monaten abgeriegelte Ortschaft gelte. Auch der Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Dmytro ​Lubinez, bestätigte den Beginn der Waffenruhe.

Eine Drohnenaufnahme zeigt das Ausmaß der Zerstörung in Oleschky (Foto vom 12.9.26)Bild: 34th Separate Marine Brigade "Borysfen"/Handout/REUTERS

Während der mehrtägigen Feuerpause werden Lebensmittel und Medikamente an die notleidenden Bewohner geliefert. Geschaffen werden soll auch ein humanitärer Korridor, damit die Menschen die Region entweder in Richtung Russland oder Ukraine verlassen können. In Oleschky leben nach Schätzungen noch etwa 1500 bis 2000 Menschen, darunter Dutzende Kinder.

Partei von Flávio Bolsonaro erkennt Wahlniederlage an

Die Partei des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro erkennt das Ergebnis der Wahl in Brasilien vom Sonntag an. Bolsonaro hatte zunächst angekündigt, die Annullierung der Stichwahl beantragen zu wollen. Am Montag indes erklärte der Vorsitzende von Bolsonaros rechter Liberalen Partei (PL), Valdemar Costa Neto, das Abstimmungsergebnis zu akzeptieren, wie es vom Wahlgericht verkündet wurde. Zugleich forderte Costa Neto aber eine Klärung offener Fragen zum Wahlprozess.

Brasiliens Präsident Luíz Inácio Lula da Silva (m.) feiert den WahlsiegBild: Brian Snyder/REUTERS

Bolsonaro hatte zunächst Einwände gegen das Ergebnis der Stichwahl erhoben und sich geweigert, seine Niederlage anzuerkennen. Der linke Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva hatte bei der Stichwahl am Sonntag laut dem offiziellen Ergebnis 51,8 Prozent der Stimmen bekommen, sein rechtsgerichteter Herausforderer Bolsonaro 48,2 Prozent.

US-Justizministerium klagt Ex-FBI-Chef Comey zum dritten Mal an

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat neue Anschuldigungen gegen den früheren FBI-Direktor James Comey erhoben. Wie aus einer an diesem Montag veröffentlichten Strafanzeige hervorgeht, wird dem prominenten Trump-Kritiker zur Last gelegt, Informationen zur nationalen Verteidigung weitergegeben zu haben. Demnach wird Comey vorgeworfen, die Informationen im Oktober 2016, als er noch Chef des FBI war, an eine "Person weitergegeben zu haben, die nicht berechtigt war, diese zu erhalten".

James Comey veröffentlichte eine Videobotschaft auf Instagram zu der neuen AnklageBild: James Comey/Instagram/REUTERS

Das US-Justizministerium hatte ⁠Comey ​bereits zweimal angeklagt. Eine Anklage ​wegen des Vorwurfs der Falschaussage vor dem Kongress ​wurde von einem ‌Richter abgewiesen. Ein weiteres Verfahren wegen einer mutmaßlichen Drohung gegen Präsident Donald ​Trump ⁠in den sozialen Medien ist noch anhängig.

Ebola-Patientin von Nigeria in die Schweiz evakuiert

Die erste mit Ebola infizierte Patientin im westafrikanischen Nigeria ist in die Schweiz ausgeflogen worden. Das bestätigte das nigerianische Gesundheitsministerium auf der Onlineplattform X. Die Schweizerin habe in Begleitung ihres Mannes - einem Schweizer Diplomaten - die Hauptstadt Abuja mit einem speziell ausgerüsteten Flugzeug unter strengen Schutzmaßnahmen verlassen.

Die Patientin war aus dem ostafrikanischen Uganda eingereist. Uganda grenzt im Westen an die Demokratische Republik Kongo, wo seit Mitte Mai knapp 10.000 Ebola-Fälle und fast 5000 Todesfälle gemeldet wurden.

Bayerns Harry Kane gewinnt den Ballon d'Or

Der Fußballspieler Harry Kane, der beim Verein FC Bayern München unter Vertrag steht, ist mit dem Ballon d'Or für sein herausragendes Fußballjahr ausgezeichnet worden. Der 33 Jahre alte Kapitän der englischen Nationalmannschaft wurde am Abend in London geehrt. Als beste Fußballerin wurde die Spanierin Alexia Putellas ausgezeichnet, die im Sommer vom FC Barcelona zu den London City Lionesses gewechselt war.

Der englische Fußballspieler Harry Kane und seine TrophäeBild: Franck Fife/AFP

Kane ist der erste Bayern-Spieler seit Karl-Heinz Rummenigge, der die Auszeichnung 1981 gewinnen konnte, und der erste Engländer seit Michael Owen, der die Trophäe 2001 bekam. Vergeben wird die prestigeträchtige Auszeichnung vom Fachmagazin "France Football" und der Europäischen Fußball-Union UEFA.

pg/fab/as/ack (dpa, afp, rtr)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

 

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