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PolitikGlobal

News kompakt: Tarifeinigung für Lufthansa-Bodenpersonal

28. März 2024

Die Details des Abschlusses für die 25.000 Beschäftigten sollen im Lauf des Tages bekanntgegeben werden. Nach dem Brückeneinsturz in Baltimore sind zwei Tote aus dem Wasser geborgen worden. Das Wichtigste in Kürze.

Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals im Februar in Berlin
Warnstreiks des Bodenpersonals sind nach der erfolgreichen Schlichtung vom TischBild: Bernd Friedel/IMAGO

Die Lufthansa und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf Grundzüge eines Tarifvertrags für das Bodenpersonal der Fluggesellschaft geeinigt. Die Einzelheiten des Abschlusses wollen beide Seiten an diesem Donnerstag bekanntgeben. Betroffen sind rund 25.000 Mitarbeiter. Der Einigung vorangegangen war eine Schlichtung hinter verschlossenen Türen. Dabei traten der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Partei die Linke und der frühere Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, als Vermittler auf. Die Gewerkschaft hatte im Fall eines Scheiterns mit unbefristeten Streiks gedroht.

Zwei Tote nach Brückeneinsturz in Baltimore geborgen

Nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke in der US-Stadt Baltimore sind zwei Tote aus dem Wasser geborgen worden. Taucher hätten die beiden Bauarbeiter aus einem Pick-up in sieben Meter Tiefe gezogen, teilte die Polizei des Bundesstaates Maryland mit. Die Männer gehörten zu einem Team, das Schlaglöcher auf der Brücke ausbesserte. Vier weitere Arbeiter werden noch vermisst. Sie wurden bereits für tot erklärt. Bevor nach ihren Leichen gesucht wird, sollen zunächst Trümmerteile unter Wasser entfernt werden. Die Brücke war nach der Kollision mit einem Frachtschiff eingestürzt.

Die eingestürzte Francis Scott Key Bridge in BaltimoreBild: NTSB/AP/dpa/picture alliance

Bericht über Pläne für besseren Schutz des Verfassungsgerichts

Die Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP hat sich nach Zeitungsinformationen mit den Oppositionsparteien CDU und CSU auf einen ersten Gesetzentwurf für einen besseren Schutz des Bundesverfassungsgerichts verständigt. Der Entwurf sehe eine Verankerung bestimmter Regelungen im Grundgesetz vor, damit diese nicht mehr mit einfacher Mehrheit geändert werden könnten, berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post". Für eine Grundgesetzänderung ist eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag nötig. Hintergrund der Pläne ist die Furcht vor einer möglichen Einflussnahme der in Teilen rechtsextremen AfD auf die Justiz.

Tödliche Angriffe auf Charkiw und Cherson

Bei russischen Angriffen auf die zweitgrößte ukrainische Stadt Charkiw ist nach Angaben der örtlichen Polizei mindestens ein Mensch getötet worden. Es gebe zudem zahlreiche Verwundete, unter ihnen vier Kinder. Erstmals seit 2022 sei die Stadt im Nordosten des Landes gezielt mit Fliegerbomben attackiert worden, hieß es. Demnach wurde ein Wohngebiet getroffen. Seit Beginn der russischen Invasion vor zwei Jahren ist Charkiw immer wieder Ziel von Raketenangriffen. In der südlichen Region Cherson starb nach Angaben des Regionalgouverneurs eine Frau durch Drohnenbeschuss. Im weiter nördlich gelegenen Nikopol wurde mindestens ein Mensch durch Artilleriefeuer getötet.

Durch russischen Angriff beschädigtes Haus im ukrainischen Charkiw Bild: Vitalii Hnidyi/REUTERS

Misstrauensantrag gegen griechische Regierung

In Griechenland muss sich die Regierung von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis einem Misstrauensvotum stellen. Hintergrund sind Medienberichte über eine mutmaßliche Manipulation von Beweisen nach dem schwersten Zugunglück in der Geschichte des Landes. Demnach sollen Aufzeichnungen von Gesprächen zwischen Bahnmitarbeitern am Tag des Unglücks später manipuliert worden sein. Ziel sei es gewesen, allein menschliches Versagen als Ursache darzustellen, schrieb die Zeitung "To Vima". Der von der sozialistischen Pasok eingebrachte Misstrauensantrag dürfte allerdings abgelehnt werden, da die konservative Regierung über eine absolute Mehrheit im Parlament verfügt. Bei dem Bahnunfall in der Region Thessalien waren im Februar 2023 mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen.

Spionage-Ermittlung gegen Eurokorps-Kommandeur

Der polnische Eurokorps-Kommandeur Jaroslaw Gromadzinski ist von der Regierung in Warschau abberufen worden. Hintergrund sei eine "Kontrolluntersuchung" über den Zugang des Generals zu geheimen Informationen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Gromadzinski hatte im Juni die Führung des Eurokorps übernommen. Das militärische Hauptquartier mit Sitz im französischen Straßburg war auf Initiative Deutschlands und Frankreichs 1993 gegründet worden. Es besteht aus einem Stab mit Unterstützungseinheiten und kann bis zu 60.000 Soldaten führen. Das Eurokorps stellt Kräfte unter anderem für die schnelle Eingreiftruppe der NATO.

Abberufener Eurokorps-Kommandant Jaroslaw GromadzinskiBild: Mateusz Wlodarczyk/NurPhoto/picture alliance

gri/sti (dpa, afp, rtr, ap)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.45 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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