News kompakt: TikTok besiegelt Vertrag für US-Geschäft
23. Januar 2026
Der chinesische TikTok-Mutterkonzern ByteDance hat mit der Gründung eines mehrheitlich US-geführten Gemeinschaftsunternehmens ein drohendes Verbot der Video-App in den USA abgewendet . Wie das Unternehmen mitteilte, sollen an der neuen Firma die US-Unternehmen Oracle und Silver Lake sowie MGX aus Abu Dhabi beteiligt sein. Die Daten der US-Nutzer sollen künftig in der Cloud von Oracle gesichert werden.
Das Unternehmen werde zudem den Empfehlungsalgorithmus von TikTok auf der Grundlage von US-Nutzerdaten neu trainieren und aktualisieren, erklärte TikTok. Mit dem Abkommen wird ein jahrelanger Streit beigelegt, den die US-Regierung aus Sorge um die nationale Sicherheit begonnen hatte.
Selenskyj kündigt Dreier-Gespräche zum Ukraine-Krieg an
Vertreter der USA, Russlands und der Ukraine wollen in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein mögliches Kriegsende beraten. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mit. Die Gespräche auf Expertenebene sollten an diesem Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden.
Trump sagte nach der rund einstündigen Unterredung mit Selenskyj, man habe "noch einen Weg" vor sich. Sein Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Sondergesandte Steve Witkoff trafen derweil in Moskau erneut den russischen Präsidenten Wladimir Putin . Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert seit knapp vier Jahren an.
Französische Marine stoppt russischen Öltanker
Im Mittelmeer hat die französische Marine einen unter Sanktionen stehenden russischen Öltanker angehalten und überprüft. Mehrere Verbündete hätten den Einsatz unterstützt, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X . Dabei sei das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen respektiert worden.
Es bestehe der Verdacht, dass der Tanker unter falscher Flagge unterwegs sei. Die Justiz habe Ermittlungen eingeleitet. Frankreich sei entschlossen, die verhängten Strafmaßnahmen gegen die russische Schattenflotte durchzusetzen, betonte Macron. Deren Aktivitäten trügen zur Finanzierung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bei.
Deutschland schickt russischen Diplomaten wegen Spionage nach Hause
Nach der Festnahme einer Deutsch-Ukrainerin wegen mutmaßlicher Spionage für Russland ist deren Kontaktmann in der russischen Botschaft ausgewiesen worden. Laut Medienberichten handelt es sich um den stellvertretenden Militärattaché der Vertretung in Berlin. Das Auswärtige Amt bestellte wegen des Falls auch Moskaus Botschafter ein.
BundesaußenministerJohann Wadephul sagte, Russlands "aggressives Handeln" habe Konsequenzen. Gegen die mutmaßliche Agentin Ilona W., die am Mittwoch festgenommen worden war, erging inzwischen ein Haftbefehl. Sie wird verdächtigt, einem russischen Geheimdienst Informationen übermittelt zu haben.
Bundeskanzler Merz mit zehn Ministern in Rom
Die Stärkung der Wirtschaft, eine vertiefte Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen und die Migrationspolitik stehen an diesem Freitag im Mittelpunkt der deutsch-italienischen Regierungskonsultationen in Rom. Zunächst empfängt Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni Bundeskanzler Friedrich Merz zu Gesprächen, auch eine gemeinsame Kabinettssitzung ist geplant. Im Anschluss soll es eine gemeinsame Pressekonferenz von Meloni und Merz geben.
Neben Merz reisen insgesamt zehn Ministerinnen und Minister in die italienische Hauptstadt. Vor den Konsultationen war ein gemeinsames Positionspapier öffentlich geworden, in dem Deutschland und Italien einen drastischen Bürokratieabbau in der EU fordern.
Heftiger Wintersturm in den USA erwartet
Millionen US-Amerikaner wappnen sich für einen Wintersturm zum Wochenende. Es soll sich um einen der größten Stürme der vergangenen Jahre handeln, schrieb die "Washington Post" zu den Wetterwarnungen. Dem Sender ABC News zufolge könnten mehr als 120 Millionen Amerikaner betroffen sein - das ist in etwa ein Drittel aller Einwohner der Vereinigten Staaten.
Sturm und Schnee werden für südliche Bundesstaaten, Teile des Mittleren Westen und die Ostküste der Vereinigten Staaten mit der Millionenmetropole New York und der US-Hauptstadt Washington erwartet. Bis Sonntag soll der Wintersturm die Ostküste der USA erreicht haben.
pg/jj/pgr (dpa, afp, rtr, epd, kna)
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