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PolitikGlobal

News kompakt - Todesstrafe für Mord in Washington?

27. August 2025

US-Präsident Trump setzt auf harte Maßnahmen gegen Kriminalität. Die Bundesregierung beendet einen Aufnahmestopp für schutzbedürftige Afghanen. Das Wichtigste in Kürze.

Schattenbild von Donald Trump
"Eine sehr starke Präventivmaßnahme" nennt Trump seinen Vorstoß zur TodesstrafeBild: Paul Sancya/AP Photo/picture alliance

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, in der Hauptstadt Washington künftig die Todesstrafe anzustreben, wenn dort ein Mord begangen wird. Es handele sich um eine "sehr starke Präventivmaßnahme", sagte der Republikaner im Weißen Haus. Die Todesstrafe war im Jahr 1981 in Washington DC abgeschafft worden. Trump hat sich dem Kampf gegen die Kriminalität verschrieben - vor allem in Städten, die von Demokraten regiert werden. So entsandte er am 11. August die Nationalgarde nach Washington. Derzeit sind 2200 zum Teil bewaffnete Einsatzkräfte in der Stadt. Ähnliches plant Trump auch in Chicago und New York.

Bundesregierung will wieder schutzbedürftige Afghanen einreisen lassen

Deutschland beendet einen monatelangen Aufnahmestopp für schutzbedürftige Afghanen, denen eine Einreise zugesagt worden war. Wie aus dem Auswärtigen Amt bestätigt wurde, sollen deutsche Behördenvertreter die Aufnahmeverfahren in Pakistan durchführen. Dorthin waren viele der Betroffenen geflohen. Die Menschen könnten unauffällig per Linienflug in die Bundesrepublik kommen, hieß es.

Afghanen in Pakistan droht eine Abschiebung in die Heimat - hier eine Frau bei ihrer Rückkehr (Archivbild)Bild: Ebrahim Noroozi/AP Photo/picture alliance

Pakistan will afghanische Flüchtlinge bis September in ihre Heimat abschieben. Unter ihnen sind auch rund 2000 Personen, die für das deutsche Aufnahmeprogramm vorgesehen sind, etwa weil sie als Ortskräfte bis 2021 für die Bundeswehr in Afghanistan tätig waren. Nach der Machtübernahme der islamistischen Taliban wären sie dort besonders gefährdet. Mehrere deutsche Gerichte hatten entschieden, die Bundesregierung müsse sich an erteilte Aufnahmezusagen halten.

Bundesregierung berät über die Zukunft des Wehrdiensts

Mit einer Kabinettssitzung im Verteidigungsministerium will die Bundesregierung Weichen für einen neuen Wehrdienst stellen. Mit dem geplanten Gesetz will Verteidigungsminister Boris Pistorius von den Sozialdemokraten pro Jahr Zehntausende neue Rekruten zur Bundeswehr bringen - bis auf Weiteres auf freiwilliger Basis. Die Union wünscht sich eine automatische Wiedereinführung der ausgesetzten Wehrpflicht, wenn bestimmte Ziele bei der Truppenstärke nicht erreicht werden. Außenminister Johann Wadephul hatte deshalb sogar ein Veto eingelegt, das er aber wieder zurückzog.

Bundeswehr: Freiwillige vor!

03:10

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Kein Durchbruch bei Atomgesprächen mit Iran

Die Atomgespräche zwischen Regierungsvertretern aus Teheran, Berlin, London und Paris sind ohne greifbares Ergebnis beendet worden. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte im Staatsfernsehen, die Parteien hätten bei dem Treffen in Genf ihre Sichtweisen erörtert. Ohne einen Durchbruch könnte der Streit um Irans Atomprogramm eskalieren. Konkret drohten die Europäer dem Iran mit der Wiedereinführung alter UN-Sanktionen, sollte bis Ende August keine Lösung gefunden werden.

Indien muss US-Zölle in Höhe von 50 Prozent zahlen

Die Frist für neue US-Zölle auf Importe aus Indien wegen dessen Ölgeschäften mit Russland ist abgelaufen. Damit verdoppelt sich ab sofort der unter Trumps Regierung für Indien verhängte Zollsatz auf 50 Prozent. Trump will mit dem Schritt die wirtschaftliche Basis des Kremls weiter schwächen.

Indien ist etwa auf dem Feld der Medizintechnik zu einer wichtigen Exportnation geworden (Archivbild)Bild: Avinash Dwivedi/DW

Indien war im Juni nach China der zweitgrößte Abnehmer russischer fossiler Brennstoffe. Nach Darstellung Moskaus hat Trumps Ankündigung der Zölle ihr Ziel bislang verfehlt. Moskau liefere weiter Treibstoff an Indien, darunter auch Rohöl und Ölprodukte, Heiz- und Hüttenkohle, sagte Russlands Vizeregierungschef Denis Manturow kürzlich bei einer gemeinsamen russisch-indischen Regierungssitzung.

SpaceX-Rakete Starship absolviert zehnten Testflug erfolgreich

Nach mehreren Rückschlägen hat das größte jemals gebaute Raketensystem der Raumfahrtgeschichte einen zehnten Testflug weitgehend nach Plan absolviert. Die vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk entwickelte Riesen-Rakete Starship startete vom Weltraumbahnhof des Unternehmens im US-Bundesstaat Texas.

Erfolgreich gestartet - diesmal auch erfolgreich gelandetBild: Ronaldo Schemidt/AFP

Eine Stunde später landete die Oberstufe der Rakete wie vorgesehen im Indischen Ozean. Das Raketensystem ist größer als die Freiheitsstatue in New York. Es besteht aus zwei Teilen, die so konzipiert sind, dass sie nach der Rückkehr zur Erde wiederverwendet werden können. Die US-Raumfahrtbehörde NASA will mit dem Starship Astronauten zum Mond schicken, während SpaceX das Ziel verfolgt, eines Tages den Mars zu erreichen.

fab/se (dpa, afp, rtr)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.