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PolitikGlobal

News kompakt: Trump will doch Freigabe der Epstein-Akten

17. November 2025

Für Kurswechsel ist US-Präsident Donald Trump bekannt. Jüngstes Beispiel: Nach langem Widerstand will er die Epstein-Akten jetzt doch freigeben. Bundesfinanzminister Klingbeil reist nach China. Das Wichtigste in Kürze.

Donald Trump spricht zu Reportern auf dem Weg nach Mar-a-Lago
Kehrtwende: US-Präsident Donald Trump wollte die Epstein-Akten unter Verschluss halten, jetzt will er sie doch veröffentlichenBild: Manuel Balce Ceneta/AP Photo/dpa/picture alliance

Der unter Druck geratene US-Präsident Donald Trump empfiehlt den Abgeordneten seiner republikanischen Partei im Repräsentantenhaus nun doch für die Veröffentlichung der Akten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zu stimmen. Es sei an der Zeit, die Akten freizugeben, "weil wir nichts zu verbergen haben", schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. Bislang hatte sich Trump vehement gegen eine Offenlegung der Ermittlungsakten in dem Fall ausgesprochen. Demokraten in der Opposition, aber auch einige von Trumps Republikanern drängen hingegen seit Monaten darauf.

Klingbeil setzt auf fairen Wettbewerb mit China

Zum Auftakt seiner China-Reise pocht Vizekanzler Lars Klingbeil auf fairen Wettbewerb und besseren Marktzugang für deutsche Unternehmen. "Der Zugang zu kritischen Rohstoffen und der Abbau chinesischer Überkapazitäten in Sektoren wie Stahl und Elektromobilität sind für Wirtschaft und Arbeitsplätze in Deutschland von hoher Bedeutung", sagte der Finanzminister und SPD-Chef vor dem Abflug nach Peking.

Bundesfinanzminister Klingbeil reist als erster Minister der schwarz-roten Bundesregierung nach ChinaBild: Bernd von Jutrczenka/dpa/picture alliance

"Wir scheuen keinen Wettbewerb, aber er muss fair sein." Klingbeil reist als erster Minister der schwarz-roten Bundesregierung nach China. Eigentlich sollte Außenminister Johann Wadephul der erste Vertreter der Regierung von Kanzler Friedrich Merz in China sein. Doch in letzter Minute sagte Wadephul die Reise ab.

Ukraine und Griechenland schließen Energiedeal ab

Griechenland wird der Ukraine in den Wintermonaten Flüssigerdgas (LNG) aus den USA liefern. Die Lieferungen sollen von Dezember bis März 2026 erfolgen, teilte ein griechischer Regierungsvertreter mit. Das Abkommen wurde während eines Besuchs von Präsident Wolodymyr Selenskyj in Athen unterzeichnet.

Griechenlands Premier Kyriakos Mitsotakis (r.) empfängt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (16.11.25)Bild: Dimitris Kapantais/SOOC/AFP/Getty Images

Selenskyj erklärte, dass das US-Flüssiggas über bestehende Leitungen aus Griechenland in die Ukraine gepumpt werden solle. Russland zerstöre immer wieder ukrainische Gasdepots, beklagte Selenskyj. Er dankte Griechenland sowie US-Präsident Donald Trump für die Unterstützung beim Ausbau des Erdgas-Korridors. 

Massenproteste gegen Korruption auf den Philippinen

Auf den Philippinen sind offenbar bei Hochwasserschutzprojekten über eine Milliarde US-Dollar in dunklen Kanälen verschwunden. Rund 550.000 Demonstranten protestierten am Sonntag in der Hauptstadt Manila gegen einen Fall von Korruption, in den auch Verbündete von Präsident Ferdinand Marcos Jr. verwickelt sein sollen.

Vielen Demonstranten in Manila stand der Ärger ins Gesicht geschriebenBild: Jam Sta Rosa/AFP

Dutzende Bauunternehmer, Regierungsbeamte und Abgeordnete werden beschuldigt, für Infrastrukturprojekte vorgesehene Mittel veruntreut zu haben. Die Protestteilnehmer trugen T-Shirts mit der Aufschrift "Transparenz für eine bessere Demokratie". Weitere Proteste sind am Montag und Dienstag geplant.

Viele Tote nach Minenunglück im Kongo

Bei einem Erdrutsch in einer inoffiziellen Goldmine im Süden der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 49 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei bestätigte, ereignete sich das Unglück bereits am Freitagnachmittag in einer Mine in der Provinz Lualaba. Die Rettungsarbeiten dauern an. Es wird davon ausgegangen, dass sich noch weitere Menschen unter der Erde befinden. In den Bergbauregionen des Landes kommt es immer wieder zu Erdrutschen.

Im Kongo kommt es immer wieder zu Grubenunglücken, hier ein Archivbild von einer Mine im Süden des LandesBild: Augustin Wamenya/Anadolu Agency/IMAGO

Angesichts der anhaltenden Unsicherheit in großen Teilen des Kongo zieht die ressourcenreiche Region im Süden viele Erwachsene und Kinder an, die Arbeit in unregulierten Minen suchen. Dort arbeiten sie häufig unter prekären Bedingungen und sind giftigen Stoffen ausgesetzt.

Chile: Stichwahl muss Kampf ums Präsidentenamt entscheiden

Die Regierungskandidatin Jeannette Jara hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Chile gewonnen, muss aber in eine Stichwahl. Die Kommunistin kam auf fast 27 Prozent. Der deutschstämmige Rechtspolitiker José Antonio Kast erhielt bei der Abstimmung am Sonntag gut 24 Prozent.

Liegt nach der ersten Runde der Präsidentenwahl in Chile vorn: Die linksgerichtete Politikerin Jeannette JaraBild: Rodrigo Arangua/AFP

Die beiden Bewerber treffen nun in einer Stichwahl am 14. Dezember aufeinander. Der amtierende Präsident Gabriel Boric durfte aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht erneut kandidieren. Im Mittelpunkt des Wahlkampfes standen die Themen Sicherheit und Migration. Obwohl Chile noch immer eines der sichersten Länder der Region ist, hat die Kriminalität in einigen Bereichen zuletzt zugenommen.

haz/fab/pgr (rtr, dpa, afp, ap)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

 

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