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PolitikGlobal

News kompakt: USA begründen Iran-Angriff mit Israels Plänen

3. März 2026

Die USA verteidigen ihre Beteiligung am Iran-Krieg als präventive Maßnahme. Die US-Botschaft in Riad wurde angegriffen. Frankreich stellt seine neue Nukleardoktrin vor. Das Wichtigste in Kürze.

Marco Rubio
US-Angriff auf Iran war alternativlos, meint Außenminister RubioBild: Jonathan Ernst/AFP

US-Außenminister Marco Rubio und der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, haben den Beginn der US-Angriffe gegen den Iran auf Angriffspläne Israels zurückgeführt. Israel sei entschlossen gewesen, hier zu seiner eigenen Verteidigung zu handeln, mit oder ohne amerikanische Unterstützung, sagte Johnson. Teheran hatte Rubio zufolge seinen Streitkräften den Befehl erteilt, im Falle eines Angriffs gegen den Iran automatisch US-Truppen anzugreifen.

Unterdessen wurde die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad nach vorläufigen saudischen Angaben von zwei Drohnen angegriffen. Es sei aber nur geringer Sachschaden entstanden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Das US-Außenministerium rief wegen der Eskalation die eigenen Landsleute in mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten auf, diese sofort zu verlassen.

Bundeskanzler Merz reist nach Washington

US-Präsident Donald Trump empfängt den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz im Weißen Haus. Der Kanzler trifft sich zum zweiten Mal seit seiner Vereidigung vor zehn Monaten mit US-Präsident Donald Trump in Washington.

Schwierige Mission in Washington - Bundeskanzler MerzBild: Kay Nietfeld/dpa/picture alliance

Der erste Besuch fand im Juni 2025 statt und verlief vergleichsweise harmonisch. Diesmal gibt es mehr Konfliktpotenzial. Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran wird dies voraussichtlich das bestimmende Thema sein. Es könnte aber auch um den Zollstreit zwischen der EU und den USA gehen, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die China-Politik.

Macron stellt Frankreichs neue Nukleardoktrin vor

Frankreich erhöht angesichts wachsender globaler Bedrohungen die Zahl seiner Atomsprengköpfe. Dies kündigte Präsident Emmanuel Macron in einer Rede auf dem Marinestützpunkt Île Longue nahe der westfranzösischen Hafenstadt Brest an. Anders als bisher werde Frankreich nicht mehr über die Zahl seiner Atomwaffen informieren.

Den Ort seiner Rede hat Macron gut überlegt: der Marinestützpunkt Ile LongueBild: Yoan Valat/AP Photo/dpa/picture alliance

Zudem erklärte Macron, es werde in Kürze gemeinsame Atom-Militärübungen mit Deutschland geben. Das Nachbarland sei ein Schlüsselpartner bei der nuklearen Abschreckung. In der EU ist Frankreich seit dem Austritt Großbritanniens 2020 die einzig verbliebene Atommacht. Laut dem Friedensforschungsinstitut SIPRI besitzt das Land 290 der weltweit etwa 12.200 Atomwaffen und ist damit nach Russland, den USA und China die viertgrößte Atommacht.

Greenpeace blockiert Frachter in Frankreich

Bei einer Aktion der Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen französische Uran-Geschäfte mit Russland am Hafen von Dünkirchen sind vier Menschen in Polizeigewahrsam gekommen. Darunter sind auch deutsche Personen. Die Betroffenen hätten sich an einer Schleuse angekettet, teilte die Staatsanwältin von Dünkirchen, Charlotte Huet, mit. Nach Angaben von Greenpeace blockierten Aktivistinnen und Aktivisten ein Frachtschiff.

Protestaktion gegen französische Atomgeschäfte des Energieunternehmens EDF mit RusslandBild: Sameer Al-Doumy/AFP/Getty Images

Die "Mikhail Dudin" aus Sankt Petersburg transportiert demnach regelmäßig angereichertes oder natürliches Uran. Greenpeace wirft Frankreich vor, die russische Wirtschaft "und damit auch ihre Kriegsmaschinerie" zu unterstützen.

Zahlreiche Tote nach Angriffen im Südsudan

Im Südsudan sind bei Angriffen nach Angaben der Behörden vor Ort mindestens 169 Menschen getötet worden. Sie seien in einem Massengrab beigesetzt worden, sagte die Gesundheitsministerin der Region Ruweng, Elizabeth Achol, der Nachrichtenagentur AFP. Die Region liegt im Norden des ostafrikanischen Landes an der Grenze zum Sudan. Bislang hat sich niemand zu den Angriffen am Sonntagmorgen bekannt. Aus Diplomatenkreisen hieß es, erste Hinweise deuteten auf einen Angriff einer Gruppe der Nuer-Ethnie hin. Es sei möglicherweise die Rache für die Tötung mehrerer Händler gewesen. Der Südsudan ist das jüngste Land der Welt und hatte sich 2011 vom Sudan abgespalten.

Deutscher Wetterdienst nutzt künftig auch Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) soll Wettervorhersagen schneller und präziser machen. Der Deutsche Wetterdienst arbeitet dafür ab jetzt mit einem KI-gestützten Wettervorhersagemodell namens AICON. Es soll Prognosen im Drei-Stunden-Takt liefern - doppelt so häufig wie bisher. Das verschaffe zum Beispiel bei Unwettern oder Starkregen wertvolle Zeit für Schutzmaßnahmen, sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, der in Offenbach das neue System live schaltete. Der Deutsche Wetterdienst ist einer von 15 globalen Knotenpunkten im internationalen Datenaustausch der Wetterdienste.

fab/pgr/sth (dpa, afp, rtr, ap)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

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