Nichtalbanische Flüchtlinge in Montenegro wollen nach Kosovo zurück
24. März 2004Podgorica, 24.3.2004, BETA, serb.
Der Vorsitzende der Vereinigung der Kosovo-Flüchtlinge in Montenegro, "Patrija", Vlajko Cukic, hat erklärt, dass "die internationale Gemeinschaft alles tut, damit Kosovo ethnisch rein bleibt". "Wir wollen zurück nach Kosovo. Die Frage ist, ob das auch die internationale Gemeinschaft will und ob es Bedingungen dafür gibt", sagte Cukic gegenüber der Nachrichtenagentur Beta. Es sei recht symptomatisch, dass die Albaner nach den Bombardierungen 1999 nur "nach paar Tagen in das Kosovo zurückkehrten" – die Serben und die Montenegriner können dies noch nicht tun, sagte Cukic. (...)
Er fordert das Fernsehen in Montenegro auf, den Flüchtlingen größere Aufmerksamkeit zu widmen, anstatt Fußballspiele aus Italien zu übertragen. Cukuc, der etwa 8000 Flüchtlinge im Norden von Montenegro vertritt, erklärte, dass deren Rechte gefährdet seien. Die Diskussionen über eine Kantonisierung Kosovos findet er überflüssig. Keiner der Flüchtlinge möchte sich vom "reichen Kosovo" trennen. (...)
Nach offiziellen Angaben gibt es in Montenegro insgesamt 18 000 (nichtalbanische – MD) Flüchtlinge aus Kosovo. (fp)