1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
PolitikKuba

Trump sieht Kuba vor dem baldigen "Fall"

7. März 2026

Nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran steht als nächstes möglicherweise Kuba auf der Agenda von US-Präsident Donald Trump. Das mittelamerikanische Land werde "ziemlich bald fallen", ließ Trump wissen.

Eine riesige kubanische Fahne hängt neben dem Bild des Revolutionärs Che Guevara an der Fassade des Innenministeriums im Zentrum der Hauptstadt Havanna
Glaubt man den Worten von US-Präsident Donald Trump, sieht es mit Kubas Selbstbestimmung für die Zukunft nicht gut ausBild: Eliana Aponte/dpa/picture alliance

US-Präsident Donald Trump äußerte sich in einem Interview des Senders CNN zur Zukunft Kubas. Die Karibikinsel werde "ziemlich bald fallen", sagte er. Trump machte allerdings nicht genau klar, was er mit einem "Fall" des Landes meint. Stattdessen betonte der US-Präsident weiter, Kuba wolle "dringend ein Abkommen schließen". Dazu sei "Kuba jetzt nach 50 Jahren bereit". Trump fügte hinzu, Ansprechpartner für Kuba werde Außenminister Marco Rubio sein. Rubio ist Sohn kubanischer Einwanderer.

Sowohl Trump als auch Rubio haben in den vergangenen Wochen kein Geheimnis daraus gemacht, das sie einen Wechsel der politischen Führung in Havanna befürworten. Trump hat wiederholt erklärt, das kubanische Regime stehe kurz vor dem Zusammenbruch. Ende Februar sprach er von "einer friedlichen Übernahme des Regimes" durch die USA.

Blockade erhöht den Druck auf Havanna

In dem offenkundigen Bemühen, die Destabilisierung des sozialistisch regierten Einparteienstaates zu forcieren, ließ Donald Trump Venezuelas Öllieferungen an Kuba stoppen. Die Vorbereitungen dafür hatten die USA im Januar getroffen. Anfang des Jahres  war der venezolanische Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Einsatz entmachtet und gefangen genommen worden.

US-Außenminister Marco Rubio, Sohn kubanischer Einwanderer, soll bei der Neugestaltung der Beziehungen zu Havanna eine Schlüsselrolle zukommenBild: Jonathan Ernst/AFP

Durch die kurz darauf verhängte Blockade gegen Kuba hat der Karibikstaat seit dem 9. Januar keine Öllieferungen mehr erhalten, was die seit langem andauernde Wirtschaftskrise weiter verschärft. Vor kurzem hatte Washington die Ölblockade aus humanitären Gründen allerdings etwas gelockert, um privaten Unternehmen in Kuba die Einfuhr zumindest kleiner Mengen Öl zu ermöglichen.

Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit Jahrzehnten angespannt. Die Karibikinsel gilt als einer der letzten sozialistisch regierten Staaten. Über Jahrzehnte hinweg hatte der kommunistische Politiker Fidel Castro das Land regiert. 

haz/se (afp, dpa, rtr)

Kann Kuba ohne die Hilfe aus Venezuela überleben?

02:30

This browser does not support the video element.

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen
Den nächsten Abschnitt Top-Thema überspringen

Top-Thema

Den nächsten Abschnitt Weitere Themen überspringen