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Nigeria: Lagos setzt auf E‑Fähren gegen den Verkehrskollaps

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7. Mai 2026

Nigerias Metropole Lagos testet eine neue Lösung gegen Verkehrschaos: elektrische Fähren. Sie verkürzen Pendelzeiten deutlich, vermeiden Staus auf den Straßen und könnten den Nahverkehr der Millionenstadt entlasten.

In Lagos suchen Pendlerinnen und Pendler nach Alternativen zu den chronisch verstopften Straßen. Fündig werden sie auf dem Wasser. Nun befährt die erste elektrische Nahverkehrsfähre die zahlreichen Wasserstraßen in Nigerias 10-Millionen-Metropole. Das "Omi‑Bus"-Projekt nutzt Elektrofähren mit zwei Batterien à 125 Kilowattstunden, die über Solaranlagen an den Anlegestellen geladen werden. Die Fahrt von Ikorodu nach Lagos Island dauere nur noch rund 30 Minuten, berichtet ein Fahrgast, statt bis zu zwei Stunden mit dem Auto oder dem Motorrad.

Hinter dem 410‑Millionen‑Euro‑Projekt stehen die Caverton Offshore Support Group, der chinesische Partner Explomar sowie internationale Geldgeber aus Europa. Geplant sind bis zu 70 Hybridfähren und 25 Terminals. Trotz ökologischer Risiken durch den Ausbau der Wasserwege gelten E‑Fähren als leise, saubere Hoffnung für den Verkehr von Lagos.

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