Armee befreit 31 Geiseln in Nigeria
6. April 2026
Der nigerianischen Armee ist es nach eigenen Angaben durch ein rasches Eingreifen gelungen, einen "Terrorangriff" zu vereiteln und 31 Zivilisten zu befreien. Die Menschen hätten im Dorf Ariko im nordwestlichen Bundesstaat Kaduna eine Ostermesse in einer Kirche gefeiert, als sie verschleppt worden seien, erklärte die Armee. Am Tatort seien zudem fünf Tote gefunden worden, hieß es weiter.
Schon tausende Tote bei Angriffen in Nigeria
Die Truppen seien auf der Suche nach den Tätern, teilte die Armee mit. Der Vorsitzende des christlichen Verbandes in Kaduna, Caleb Maaji, sprach dagegen von Angriffen auf zwei Kirchen in dem Dorf. Dabei seien sieben Menschen getötet und eine unbekannte Anzahl von Personen als Geiseln genommen worden. "Die Untersuchungen dauern noch an", sagte Maaji Agenturberichten zufolge.
Dörfer im Nordwesten und im Zentrum Nigerias werden seit Jahren von kriminellen Banden heimgesucht. Die von den Behörden als "Banditen" bezeichneten Angreifer überfallen die Dörfer, plündern die Häuser und brennen sie nieder. Dorfbewohner werden getötet oder entführt, um Lösegeld zu erpressen. Bei den Angriffen gab es schon tausende Tote.
Auch Islamisten- und Dschihadistenmilizen verbreiten Angst
Im Nordosten Nigerias verbreiten zudem die Islamisten-Miliz Boko Haram und die rivalisierende Dschihadistenmiliz Islamischer Staat in Westafrika (ISWAP) Angst und Schrecken. Obwohl die "Banditen" zumeist aus finanziellen Gründen operieren, arbeiten sie Experten zufolge zunehmend mit Dschihadisten aus dem Nordosten zusammen.
pg/haz (afp, rtr)
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