1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen
PolitikGlobal

News kompakt: Klöckner will offene Debatte über Frauenrechte

28. März 2026

Bundestagspräsidentin Klöckner fordert in der Diskussion über Gewalt gegen Frauen mehr Ehrlichkeit. In den USA wollen wieder Hunderttausende Menschen gegen Präsident Trump demonstrieren. Das Wichtigste in Kürze.

Deutschland Berlin 2026 | Bundestag 67. Sitzung | Julia Klöckner (CDU)
Julia Klöckner (CDU) ist seit März 2025 Präsidentin des Deutschen BundestagesBild: Bernd Elmenthaler/Geisler-Fotopress/picture alliance

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner begrüßt die derzeitige gesellschaftliche Debatte über Gewalt gegen Frauen, kritisiert diese aber auch. "Wirklich ehrlich ist die Debatte nicht", sagte sie der Zeitung "Rheinische Post". Es müsse in Ordnung sein, alle Facetten von Gewalt gegen Frauen anzusprechen, so die Bundestagspräsidentin. Zwangsehen, Gruppenvergewaltigungen und Übergriffe in sozialen Einrichtungen müssten genauso thematisiert werden wie andere Formen von Gewalt. "Kritik an solchen Missständen muss möglich sein, ohne dass man als rassistisch abgestempelt wird", sagte die CDU-Politikerin.

Hintergrund der aktuellen Debatte über Gewalt gegen Frauen sind Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen. Sie wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber in sozialen Medien pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. 

Erneut "No Kings"-Proteste in den USA

Zum dritten Mal seit Beginn der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump finden an diesem Samstag in den USA Kundgebungen unter dem Motto "No Kings" (auf Deutsch: Keine Könige) statt. Nach Angaben der Organisatoren soll es landesweit mehr als 3000 Demonstrationen geben.

Schon im vergangenen Oktober hatte es - wie hier in Los Angeles - Kundgebungen gegen Präsident Donald Trump gegebenBild: Daniel Cole/REUTERS

Ein breites Bündnis wirft Trump vor, die Vereinigten Staaten wie ein Tyrann zu regieren. Auch in anderen Ländern sind "No Kings"-Kundgebungen geplant. In Deutschland wollen Trump-Gegner zum Beispiel in Hamburg, München und Frankfurt am Main auf die Straße gehen. An den bisherigen Protesten in den USA hatten sich im Juni und im Oktober vergangenen Jahres den Veranstaltern zufolge mehrere Millionen Menschen beteiligt. Trump reagierte daraufhin mit Videos, die mit Künstlicher Intelligenz erstellt worden waren. In einem davon war er als Kampfpilot mit Krone zu sehen, der Fäkalien über Demonstranten abwirft.

G7 fordern Stopp von Angriffen auf zivile Ziele im Iran-Krieg

Die Außenminister der G7-Gruppe haben ihr zweitägiges Treffen in der Nähe von Paris beendet. Wichtigstes Thema war der Iran-Krieg. In ihrer Abschlusserklärung verlangten die Minister einen sofortigen Stopp der Angriffe auf die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur in dem Konflikt. Der genaue Adressat des Aufrufs wurde nicht genannt.

Die Außenminister der G7-Staaaten bei ihrem Treffen in Paris (27.3.26)Bild: Alain Jocard/AFP

Sowohl die USA und Israel auf der einen als auch der Iran auf der anderen Seite greifen seit Beginn des Krieges auch zivile Ziele an, darunter Energieanlagen. Zu den G7-Staaten gehören die USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada.

Die Außenminister bekräftigten in ihrer Erklärung zudem die Notwendigkeit, den freien Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus dauerhaft wiederherzustellen. Die derzeit weitgehend blockierte Meerenge ist von großer Bedeutung für den weltweiten Öl- und Gashandel.

Israel meldet Raketenbeschuss aus Jemen

Zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs vor einem Monat ist israelischen Angaben zufolge aus dem Jemen eine Rakete auf Israel abgefeuert worden. Die Flugabwehr sei im Einsatz, teilte die israelische Armee mit. Die Rakete wurde Medienberichten zufolge erfolgreich abgefangen, Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben. Im Jemen operiert die vom Iran unterstützte militant-islamistische Huthi-Miliz.

Anhänger der Huthi-Miliz im Jemen protestieren nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei (6.3.2026)Bild: Mohammed Huwais/AFP

Die Miliz hatte eine - so wörtlich - "volle und unerschütterliche Solidarität" mit Teheran angekündigt. Die Huthi-Miliz hatte in der Vergangenheit im Roten Meer und dem sich südlich anschließenden Golf von Aden immer wieder Handelsschiffe attackiert. Das Rote Meer und der Golf von Aden gelten als eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt. 

Kremlkritischer Lehrer zum "ausländischen Agenten" erklärt

In Russland ist der Protagonist des Oscar-prämierten Dokumentarfilms "Ein Nobody gegen Putin" auf eine Liste politischer Gegner gesetzt worden. Laut der Internet-Seite des Justizministeriums wird Pavel Talankin jetzt als "ausländischer Agent" geführt. Der Kreml nutzt eine solche Einstufung oft als Begründung, um gegen Kritiker vorzugehen. Am Donnerstag hatten die Behörden bereits den Film verboten.

Pavel Talankin (r.) freut sich zusammen mit seinen Kollegen über den Oscar 2026Bild: Jordan Strauss/Invision/AP Photo/picture alliance

Talankin dokumentierte nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine per Video die Militarisierung des Alltags von Kindern. Später ist er mit dem Material aus Russland geflohen.

Er hatte vom russischen Staat eigentlich den Auftrag bekommen, den vorgeschriebenen Propaganda-Unterricht an seiner Schule zu dokumentieren. Der in Kopenhagen lebende US-Regisseur David Borenstein machte aus Talankins Aufnahmen einen Film, der auch die Wandlung des Lehrers zu einem entschlossenen Kriegsgegner zeigt.

Dank Wirtz-Gala: DFB-Team siegt 4:3 in der Schweiz

Ein überragender Florian Wirtz hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Basel vor einem Fehlstart ins WM-Jahr bewahrt. Mit zwei sehenswerten Toren und zwei Vorlagen sorgte der Offensivstar vom FC Liverpool für einen 4:3-Sieg in der Schweiz.

Mit zwei Treffern war Florian Wirtz maßgeblich am Erfolg des DFB-Teams gegen die Schweiz beteiligtBild: Marvin Ibo Güngör/GES/picture alliance

In einem Spiel auf Augenhöhe offenbarte das deutsche Team aber keine drei Monate vor der Weltmeisterschaft in Amerika bedenkliche Defensivschwächen. Am Montag tritt das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmannn gegen Ghana an. Das Spiel findet in Stuttgart statt.

haz/gri/se (dpa, afp, rtr)

Dieser Nachrichtenüberblick wurde um 9.15 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.

 

Den nächsten Abschnitt Top-Thema überspringen

Top-Thema

Den nächsten Abschnitt Weitere Themen überspringen