1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Nordkorea droht den USA

26. März 2013

Nordkorea kann das Säbelrasseln nicht lassen. Die Führung in Pjöngjang drohte mit Angriffen auf das US-Festland, sowie US-Militärstützpunkte im Pazifik. Die Armee wurde in volle Kampfbereitschaft versetzt.

Norkoreanisches Artilleriefeuer (Foto: reuters)
Bild: Reuters

Auf Befehl des obersten Truppenkommandos gelte ab sofort für die Artillerie, inklusive der strategischen Raketeneinheiten, die höchste Stufe der Kampfbereitschaft, berichteten die Staatsmedien des kommunistischen Landes. Die Armee sollte darauf vorbereitet sein, Angriffe auf das US-Festland, Hawaii und Guam sowie andere US-Militärstützpunkte im Pazifik zu starten. Angriffe könnten sich auch gegen US-Militäreinrichtungen in Südkorea richten.

USA und Südkorea planen Ernstfall-Reaktion

Die Streitkräfte der USA und Südkoreas haben nach eigenen Angaben einen gemeinsamen Einsatzplan für den Fall militärischer Provokationen durch Nordkorea entwickelt. Er erlaube eine "unmittelbare und entschiedene Reaktion auf jede nordkoreanische Provokation". Der Plan sei bereits nach dem nordkoreanischen Angriff auf die zu Südkorea gehörende Insel Yonpyong im November 2010 entwickelt und am vergangenen Freitag unterzeichnet worden, teilten die US-Streitkräfte in Südkorea mit.

Wie der Ernstfall-Plan im Detail aussieht, blieb aber unklar, ebenso, was genau als "Provokation" aufgefasst wird. Militärs in Südkorea deuteten jedoch an, dass die USA ihrem Bündnispartner auch bei kleineren Provokationen Nordkoreas sofort beistehen würden und nicht erst bei Ausbruch eines Krieges.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist seit dem dritten nordkoreanischen Atomtest im Februar äußerst gespannt. Angesichts der Ausweitung von UN-Sanktionen wegen des Tests und jährlicher südkoreanisch-amerikanischer Militärübungen hatte Pjöngjang erklärt, den Waffenstillstandsvertrag von 1953 zur Beendigung des Korea-Kriegs und alle Entspannungsabkommen mit Südkorea nicht mehr anzuerkennen. Zuvor hatte Nordkorea den USA bereits mit einem atomaren Erstschlag gedroht.

Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten stationiert.

qu/se (dpa,afp,AP)

Den nächsten Abschnitt Mehr zum Thema überspringen