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KonflikteNordkorea

Nordkorea feuert mehrere Kurzstreckenraketen ab

8. April 2026

Südkorea hat erneut mehrere nordkoreanische Raketentests gemeldet. Laut UN-Resolutionen darf Pjöngjang keine ballistischen Raketen abfeuern. Die Regierung in Seoul spricht von Provokation.

Südkorea Seoul 2026 | Nordkoreanischer Raketenstart im TV am Bahnhof Seoul
Am Bahnhof in Seoul sehen Passanten den Start einer nordkoreanischen Rakete im FernsehenBild: Ahn Young-joon/AP Photo/picture alliance

Die südkoreanische Armee teilte am Mittwochmorgen (Ortszeit) mit, Nordkorea habe mehrere ballistische Raketen gestartet. Sie seien aus der nordkoreanischen Region Wonsan in Richtung Ostmeer unterwegs gewesen. Später hieß es, es habe sich um Kurzstreckenraketen gehandelt, die eine Flugstrecke von etwa 240 Kilometern zurückgelegt hätten.

Nur wenige Stunden später feuerte Pjöngjang offenbar einen weiteren ballistischen Flugkörper ab. Nach Angaben des japanischen Verteidigungsministeriums in Tokio landete das Geschoss im Japanischen Meer. Genauere Angaben zum Raketentyp waren zunächst nicht bekannt. 

Bereits einen Tag zuvor, am Dienstagmorgen (Ortszeit), hatte Nordkorea ein nicht näher identifiziertes Geschoss abgefeuert. Berichten zufolge soll es sich dabei um einen gescheiterten Raketenstart gehandelt haben. 

Südkorea will Beziehungen verbessern

Das Büro für nationale Sicherheit in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul berief nach den jüngsten Vorfällen eine Krisensitzung ein. Die Behörde forderte Pjöngjang auf, die "gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates verstoßenden Provokationen" unverzüglich einzustellen.

Seit knapp einem Jahr im Amt: Südkoreas Präsident Lee Jae MyungBild: Anthony Wallace/AFP

Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung hat sich seit seinem Amtsantritt um eine Verbesserung der Beziehungen zum international weitgehend isolierten Norden bemüht. Der 62-Jährige war Anfang Juni 2025 zum Staatsoberhaupt gewählt worden.

Im Januar hatte die Führung in Pjöngjang Südkorea das Eindringen einer Spionagedrohne in nordkoreanisches Territorium vorgeworfen. Am Montag bestätigte Lee die Beteiligung von Regierungsmitarbeitern an dem Vorfall und drückte sein Bedauern darüber aus. 
      
gri/se (afp, dpa)

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