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"Nur Mord, Gewalt und Sex"

6. Februar 2002

- Russlands Informationsminister und Duma-Abgeordnete besorgt über Programminhalte des Fernsehens

Moskau, 6.2.2002, INTERFAX, russ.

Das Ministerium für Angelegenheiten der Presse, des Fernsehens und der Massenkommunikationsmittel macht sich Sorgen darüber, dass die Fernsehgesellschaften viele Filme ausgestrahlen, die Gewalt darstellen, erklärte der Chef dieses Ministeriums, Michail Lessin, am Mittwoch (6.2.) auf Fragen von Abgeordneten der Staatsduma.

Der Abgeordnete von den Kommunisten, Wassilij Schandybin, sagte in seiner Fragestellung an den Minister unter anderem, "patriotische, moralische" Filme seien völlig vom Bildschirm verschwunden. "Es gibt nur Mord, Gewalt, Raub und Sex. Es entsteht der Eindruck, bei den Fernsehgesellschaften seien nur Perverse tätig. Schaffen Sie Ordnung", sagte der Abgeordnete dem Minister.

Einen ähnlichen Standpunkt äußerte der stellvertretende Vorsitzende der Abgeordnetengruppe "Volksabgeordneter", Wadim Bulawinow. Er unterstrich, dass es im Fernsehen tatsächlich an erzieherischen, patriotischen Sendungen mangelt. Der Abgeordnete hob des Weiteren hervor, bei ihm rufe die Behauptung von Michail Lessin "Besorgnis hervor", das Ministerium habe "nicht das Recht, Einfluss auf die Redaktionspolitik der Fernsehgesellschaften auszuüben".

Michail Lessin unterstrich, dass in letzter Zeit Verhandlungen geführt werden, um die Darstellung von Gewalt im Fernsehen zu reduzieren. Gleichzeitig ist Michail Lessin der Ansicht, dass sich in letzter Zeit auch Positives abzeichnet, dass es mehr Sendungen für Kinder, Sendungen von patriotischem und erzieherischem Charakter gibt. "Russische Filme dieser Art gibt es jedoch wenig, aber auch nicht so viele sowjetische", sagte der Minister. (...)

Auf die Frage des Mitglieds der "Jabloko"-Fraktion, Sergej Popow, "Wer ist beim Fernsehen oder Radio der nächste Kandidat für eine Schließung?" - sagte Michail Lessin: "Darauf kann ich keine Antwort geben, das liegt nicht in unserer Kompetenz, sollte es einen entsprechenden Gerichtsbeschluss geben, werden wir ihn umsetzten." (lr)

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