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Obama greift an

13. August 2012

Mit ersten Attacken hat US-Präsident Obama auf die Nominierung des wirtschaftsliberalen Paul Ryan zum Vize-Kandidaten der Republikaner reagiert. Bei einem Wahlkampfauftritt nannte er ihn einen ideologischen Anführer.

Obama vor US-Flagge(Foto: REUTERS)

Der Mann aus dem Bundesstaat Wisconsin sei ein ehrbarer Mann, ein Familienmensch, so Obama bei einem Wahlkampfauftritt in Chicago. Aber: Sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney habe sich mit Paul Ryan den ideologischen Anführer seiner Partei im Kongress ausgewählt, gab Obama zu bedenken. Ryan bringe die Visionen Romneys deutlich zum Ausdruck. Dessen Vorstellungen der amerikanischen Gesellschaft widerspreche er allerdings grundlegend, betonte Obama.

Kürzungen im Gesundheitswesen geplant

Der 42-jährige Ryan hat sich als Sparpolitiker im Repräsentantenhaus einen Namen gemacht. Unter anderem will er Sozialleistungen für alte und arme Menschen kürzen, insbesondere im Gesundheitswesen.

Gemeinsam auf in den WahlkampfBild: Reuters

Bereits kurz nach der Nominierung Ryans (im Bild links) hatte Obamas Wahlkampfteam angekündigt, dies bis zur Präsidentenwahl am 6. November immer wieder ansprechen zu wollen. Auch seine Pläne zu weiteren Steuerkürzungen für Millionäre sowie tiefe Einschnitte bei der Bildung sollten den Wählern deutlich vor Augen geführt werden, hieß es im Lager Obamas.

Schulden bestimmen den Wahlkampf

Der designierte Kandidat der Republikaner, Romney, liegt derzeit in Umfragen zurück. Er hatte den erzkonservativen Haushaltsexperten am Samstag als seinen Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten präsentiert. Romney will die hohe Staatsverschuldung der USA zum herausragenden Thema in seinem Wahlkampf machen.

uh/wa (dapd,rtr,dpa)

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