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One Health: Hilft Wissenschaft, Pandemien zu verhindern?

22. Dezember 2025

Kommt eine neue Pandemie? Ja, Forschende sind sich sicher. Krankheitserreger können leicht zwischen Tier und Mensch übertragen werden. Doch die Gefahr solcher Zoonosen und damit einer neuen Pandemie lässt sich eindämmen.

Eine Frau sitzt mit Kuh und Hund auf der Wiese vom Hof Butenland
Die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt hängt zusammen. One Health ist ein Forschungsansatz, der diesen Zusammenhang berücksichtigt.Bild: Sina Schuldt/dpa/picture alliance

Was Mückenjäger und Hühnerärzte dazu beitragen? Erzählen wir hier. Außerdem davon, wie die Idee von One Health helfen soll, zukünftigen Pandemien zuvorzukommen.  

One Health? - Ist wie Weltfrieden. Klingt gut, niemand hat was dagegen, aber es scheint auch wie eine Utopie. 

Was ist One Health? 

One Health ist ein Begriff, den viele Forschende schon seit Jahrzehnten verwenden. Er beschreibt die Idee, dass die Gesundheit von uns Menschen eng verknüpft ist mit der Gesundheit der uns umgebenden Tiere und Umwelt. Eine Binsenweisheit? Auf jeden Fall. Aber eine, die wir allzu oft ignorieren. 

One Health in groß 

Die Corona-Pandemie hat uns das vor Augen geführt: Was als eine Zoonose unter vielen an einem Ort in der Welt startet, kann sich über den Handel mit Wildtieren, Flugreisen und ein paar Sozialkontakte hier und da zu einer weltumspannenden Pandemie entwickeln. 20 Millionen Tote inklusive. 

Um One Health zu verstehen, braucht es aber gar keine Pandemie. Eine Glühbirne reicht.  

One Health in klein 

Ein abgelegenes Dorf in der Zentralafrikanischen Republik. Ein Dorf ohne elektrisches Licht. Wie praktisch wären Glühbirnen! Die bringen Licht, wenn die Sonne längst untergegangen ist, und ermöglichen es Menschen, sich von der Tageszeit unabhängiger zu machen. 

Die Glühbirnen ziehen aber auch Insekten an. Die Malariafälle steigen. Die Menschen bleiben zu lange wach und schlafen nicht mehr genug. Die Glühbirne sorgt für mehr Krankheiten. Leider hat das Dorf keinen Arzt und der nächste ist nicht nur weit weg, sondern muss sich um tausende Menschen kümmern.  

So sorgen die Glühbirnen am Ende für Todesfälle. Es geht nicht darum, nun alle Glühbirnen wegzuwerfen. Sondern darum, zu bedenken und zu verstehen, dass wir Teil eines Ökosystems sind. Veränderungen des Systems haben Folgen - auch für uns. 

Julia Vergin Teamleiterin in der Wissenschaftsredaktion mit besonderem Interesse für Psychologie und Gesundheit.
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