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KonfliktePakistan

Pakistan: Viele Tote bei Anschlag auf Moschee in Islamabad

6. Februar 2026

Schiiten in Pakistan werden immer wieder von Terrororganisationen attackiert. Nun wurde wieder ein Selbstmordanschlag auf eine Moschee nahe der Hauptstadt Islamabad verübt. Es gab viele Opfer.

Pakistan Islamabad 2026 | Sicherheitskräfte am Ort eines Bombenanschlags auf schiitische Moschee
Die Polizei riegelt den Anschlagsort abBild: Anjum Naveed/AP Photo/picture alliance

Bei einem Anschlag in Pakistan während des Freitagsgebets sind nach Angaben der Polizei mindestens 31 Menschen getötet worden. Der Polizei zufolge handelte es sich um einen Selbstmordanschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus in einem Vorort der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. 

Der Selbstmordattentäter habe vor dem Gebäudekomplex zunächst das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet, erklärte ein Polizeisprecher unter Berufung auf Augenzeugen. In dem Gemeindehaus habe der Attentäter dann einen Sprengstoffgürtel gezündet.

Die Zahl der Toten dürfte noch steigen, sagte ein Polizeisprecher. Rund 170 Menschen seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, einige davon in lebensbedrohlichem Zustand, teilte ein Sprecher der Rettungskräfte mit. In einer Klinik in Islamabad wurde der Notstand ausgerufen, wie die pakistanische Zeitung "Dawn" berichtete.

Viele Menschen wurden getötet oder verletzt, als die Bombe während des Freitagsgebetes explodierteBild: Anjum Naveed/AP Photo/picture alliance

Präsident und Premierminister verurteilen den Anschlag

In separaten Erklärungen verurteilten Präsident Asif Ali Zardari und Premierminister Shehbaz Sharif den Anschlag und sprachen den Familien der Getöteten ihr Beileid aus. Sie wiesen an, den Verletzten jede mögliche medizinische Hilfe zukommen zu lassen.

"Angriffe auf unschuldige Zivilisten sind ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit", sagte Zardari. "Die Nation steht den betroffenen Familien in dieser schweren Zeit zur Seite."
Sharif kündigte an, er habe eine umfassende Untersuchung angeordnet. "Die Verantwortlichen müssen identifiziert und bestraft werden", fügte er hinzu.

Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigenBild: Hussain Ali/ZUMA/picture alliance

Schiitische Muslime sind immer wieder Opfer

Schiitische Muslime stellen etwa 20 Prozent der fast 250 Millionen Einwohner des südasiatischen Landes dar. Die pakistanischen Taliban und extremistische islamistische Gruppen haben in der Vergangenheit wiederholt schiitische Muslime angegriffen.

In den vergangenen Jahren kam es in der Atommacht Pakistan wieder vermehrt zu Gewalt und Anschlägen. Am vergangenen Wochenende kamen bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und mutmaßlichen Terroristen an verschiedenen Orten in der Unruheprovinz Baluchistan Dutzende Menschen ums Leben. In anderen Landesteilen verübte die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) Anschläge gegen Schiiten, die sie als Abtrünnige des Islams betrachtet.

as/pgr (dpa, rtr, afp, ap)

Redaktionsschluss: 17.40 Uhr (MEZ) - dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

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