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Spuren der Verwüstung

14. Oktober 2013

In Indien und auf den Philippinen sind durch heftige Wirbelstürme und riesige Überschwemmungen fast 60 Menschen ums Leben gekommen. In beiden Ländern ist die Gefahr noch nicht vorbei.

Frau trocknet ihren Sari inmitten von Trümmern (Foto: Manan Vatsyayana/AFP/Getty Images)
Bild: Manan Vatsyayana/AFP/Getty Images

Zyklon fegte über Indien hinweg

01:37

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In Indien forderte der Riesen-Zyklon "Phailin" laut Medienberichten mindestens 23 Todesopfer. Sie starben, weil umstürzende Bäume auf ihre Häuser fielen oder Mauern den Böen und Wellen nicht standhielten.

"Phailin" wütete mit bis zu 200 Stundenkilometern an der Ostküste des Landes. 230.000 Hütten seien teilweise oder ganz zerstört worden, berichtete das Katastrophenmanagement. Die tosenden Winde und der Starkregen verursachten Überflutungen, Lastwagen wurden umgeworfen und in großflächigen Gebieten fiel der Strom aus.

Größte Evakuierung in der Geschichte Indiens

Viele Menschen hatten im Vorfeld noch höhere Opferzahlen befürchtet. Vor 14 Jahren waren nämlich bei einem sogenannten Super-Zyklon in der selben Region etwa 15.000 Menschen ums Leben gekommen. "Diesmal hatten wir die Situation besser im Griff", sagte der Parlamentsabgeordnete Jay Panda dem indischen Nachrichtensender CNN-IBN.

"Phailin" löste die größte Massenevakuierung in der Geschichte des Landes aus. Fast eine Million Menschen wurden nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht, bevor der Zyklon am Samstagabend auf Land traf. Die Küstenbewohner verbrachten die Nacht zum Großteil in Schutzunterkünften oder anderen stabilen Gebäuden. Insgesamt waren nach Behördenangaben mehr als zehn Millionen Menschen von "Phailin" betroffen. Nach dem Sturm 600.000 Menschen sind weiterhin obdachlos, weil ihre Häuser dem Sturm nicht standhalten konnten. Riesige Anbauflächen mit Reis, Zuckerpflanzen und Bananenbäumen wurden ebenfalls zerstört. Erste Schätzungen gehen von mehr als 400.000 Hektar aus.

Das Meer drückte einige hundert Meter ins Inland. Laut dem Online-Wetterdienst "Wunderground" traf der Zyklon in einer höher gelegenen Region auf Land als der Zyklon von 1999 - die Überflutungen waren deshalb weniger großflächig. Außerdem erreichte der Sturm während einer Ebbe die Küste.

"Nari" wütete auf den Philippinen

Im Norden der Philippinen waren schon vor der Ankunft des Taifuns "Nari" 20 Menschen wegen der starken Regenfälle in den angeschwollenen Flüssen ums Leben gekommen. Am Wochenende starben mindestens 13 Menschen. Viele von ihnen ertranken nach offiziellen Angaben in den Fluten oder wurden durch Stromschläge getötet.

"Nari" erreichte bis zu 150 Stundenkilometer. In mehr als 30 philippinischen Städten kam es zu Überschwemmungen und Stromausfällen, manche Regionen standen zwei Meter tief unter Wasser.

Ein Busfahrer auf den Philippinen versucht, sein Fahrzeug durch die Fluten zu manövrieren.Bild: Getty Images

Weitere starke Regenfälle vorhergesagt

Den Bewohnern bleibt kaum Zeit zum Durchatmen: Taifun "Wipha" sollte an diesem Montag ihr Gebiet durchqueren. Meteorologen rechnen mit weiteren starken Regenfällen.

Auch in Indien ist die Gefahr noch nicht vorüber, der Sturm zieht weiter ins Landesinnere und schwächt sich langsam ab. Bis Montag sind starke Regenfälle angekündigt, für den Bundesstaat Bihar wurden Flutwarnungen ausgegeben.

An der Küste dringen die Rettungs- und Hilfskräfte nur langsam in die am stärksten betroffene Region rund um Gopalpur vor. Sie räumten Straßen frei und versuchten, Strom- und Telefonleitungen wieder herzustellen. Armeehelikopter konnten wegen der anhaltend starken Winde aber am Sonntag zunächst nicht starten. Alle Flughäfen und Bahnhöfe in der Region blieben weiter geschlossen.

gri/det (dpa)

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