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Porsche will schnell zu VW

Klaus Ulrich25. Juni 2012

Der Autobauer Porsche strebt möglichst zügig unter das Dach von VW und will sich damit auch bald entschulden. Aus Sicht von Volkswagen-Chef Winterkorn hilft der Deal aber keine Steuern sparen.

Ein Porsche-Firmenlogo wird vor ein VW-Logo gehalten (Foto: dpa)
VW Porsche DealBild: picture-alliance/dpa

Garantiert steuerfrei könne VW das Fahrzeug-Geschäft der Porsche AG von der Porsche Holding erst im August 2014 übernehmen. Das sagte der bei der Porsche Holding und bei VW als Vorstandschef agierende Martin Winterkorn am Montag in Stuttgart auf der Hauptversammlung. "So lange zu warten, hilft keinem der Beteiligten - weder den Unternehmen noch dem Fiskus", so der Manager.

Winterkorn reagierte damit auf die jüngste Kritik an einem Steuersparmodell, das das deutsche Umwandlungssteuerrecht eröffnet. Einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Rechtsauskunft der Steuerbehörden in Stuttgart zufolge kann Porsche bei VW im Wege einer steuerbegünstigten Umwandlung unterschlüpfen. Damit dürften dem Fiskus voraussichtlich Körperschaft-, Gewerbe- und Grunderwerbsteuer in Höhe von bis zu 1,5 Milliarden Euro entgehen, da stille Reserven dann nicht zwingend aufgedeckt werden müssten. Kritiker sehen darin einen juristischen Kniff, der den Kauf als eine interne Umstrukturierung ausweist.

Eine schnellere Integration würde nach Meinung von Winterkorn den Weg für eine weitere Entschuldung freimachen, gemeinsam könnten beide Unternehmen zudem "ohne die aktuellen juristischen Barrieren" früher "in vollem Umfang" Synergien heben. "Auch der Fiskus würde profitieren", sagte Winterkorn. Denn durch die dann höheren Erträge von Volkswagen und Porsche würden zusätzliche Steuerzahlungen in 2012 und 2013 fällig.

ul/lo (rtr, dpa, dapd)

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