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Präsident der Republik Moldau zu Gesprächen mit Putin nach Moskau

16. November 2001

Russland unterstützt moldauische Bemühungen um Beilegung des Dnjestr-Konflikts – "Für unsere Länder ist der Separatismus ein schmerzhaftes Problem"

Chisinau, 15.11.2001, 21.00 GMT, RADIO MOLDOVA, rumänisch

Russland unterstützt die Republik Moldau in ihren Bemühungen zur Beilegung des Konflikts um Transnistrien, erklärte (der moldauische Präsident - MD) Vladimir Voronin in einem Exklusivinterview für die Nachrichtenagentur ITAR-TASS anlässlich seines bevorstehenden offiziellen Besuchs in Moskau. Im Rahmen des Besuchs wird der russisch-moldauische Vertrag über Freundschaft und Zusammenarbeit unterzeichnet werden. "Für unsere Länder ist der Separatismus ein schmerzhaftes Problem, und deswegen haben wir füreinander Verständnis. Ich möchte betonen, dass die Bemühungen zur Beilegung des Dnjestr-Konflikts von Präsident Putin voll und ganz unterstützt werden", sagte der Präsident der Republik Moldau. Vladimir Voronin drückte sein Bedauern darüber aus, dass die Behörden von Tiraspol die Verhandlungen zur Lösung des Transnistrien-Problems vorläufig unterbrochen haben. "Ich hatte noch am ersten Tag meines Mandats als Präsident eine Begegnung mit dem Führer von Tiraspol, Igor Smirnow. Aber Smirnow verschleppt die Verhandlungen bewusst, um das illegale Regime in Tiraspol weiter am Leben zu erhalten. Nach mehreren Versuchen, eine Einigung zu erzielen, habe ich mich endgültig davon überzeugt, dass mit Igor Smirnow eine Lösung des Problems nicht möglich ist. Aus diesem Grund verpassen wir eine historische Chance, denn die Kommunisten der Republik Moldau, die im Parlament die Mehrheit besitzen, würden dem Problem durch eine weitest gehende Autonomie für Transnistrien ein Ende setzen", sagte Präsident Voronin.

Der vorherige Vertrag zwischen der Republik Moldau und Russland war 1990 unterzeichnet worden. Er wurde von der Staatsduma, dem Unterhaus des russischen Parlaments, jedoch nicht ratifiziert, weil er die Veränderungen infolge des Zerfalls der Sowjetunion, wozu auch der Dnjestr-Konflikt gehörte, unberücksichtigt gelassen hatte. "Der neue Grundlagenvertrag sieht die Beziehungen zwischen der Republik Moldau und Russland als strategisch an, und er entspricht den vitalen Interessen beider Länder", sagte Vladimir Voronin. Er unterstrich, dass Russland der wichtigste Wirtschaftspartner der Republik Moldau sei. Allein in diesem Jahr sei der Export moldauischer Erzeugnisse auf russische Märkte um 38 Prozent gewachsen.

Präsident Voronin erinnerte daran, dass seine bevorstehende Begegnung seine siebte mit Präsident Putin sein werde. Dies zeige, welch große Bedeutung die beiden Staatschefs den bilateralen Beziehungen beimessen. (me)

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