Präsident Putin in Kirgisistan
5. Dezember 2002Moskau, 5.12.2002, INTERFAX
INTERFAX, russ., 5.12.2002, aus Bischkek
Wladimir Putin und das Staatsoberhaupt Kirgisistans, Askar Akajew, haben während des Besuchs des Präsidenten der Russischen Föderation in Kirgisistan die Bischkeker Deklaration unterzeichnet. Im Dokument wird das Bestreben der Seiten hervorgehoben, die allseitige Zusammenarbeit im Interesse der Festigung der globalen und regionalen Sicherheit zu vertiefen, darunter bei der Bekämpfung der Gefahren und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, vor allem des internationalen Terrorismus, des illegalen Waffen- und Drogenhandels, der illegale Migration und anderer Arten der organisierten Kriminalität.
In der Deklaration wird unterstrichen, dass Russland und Kirgisistan für das weitere Voranschreiten der progressiven Wirtschaftsreformen, für die konsequente Entwicklung der demokratischen Prozesse – in erster Linie beim Schutz der Rechte und Freiheiten des Menschen – regelmäßig Meinungen über die Sachlage in diesen Fragen austauschen und einander die notwendige Hilfe und Unterstützung leisten werden.
Russland und Kirgisistan heben in der Deklaration ferner das Bestreben beider Staaten hervor, eng im Rahmen der UNO, der GUS, des Vertrages über kollektive Sicherheit, der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit und anderen internationalen Organisationen zu kooperieren. (lr)
INTERFAX, russ., 5.12.2002, aus Bischkek
Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, und der Präsident Kirgisistans, Askar Akajew, haben am Donnerstag (5.12.) in Bischkek ein Abkommen über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Sicherheit unterzeichnet. Wladimir Putin sagte, dieses Abkommen bilde eine sichere Geschäftsgrundlage und mache die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auf dem Gebiet der Sicherheit transparent und für die Öffentlichkeit verständlich.
Der Präsident der Russischen Föderation unterstrich, dass die Zusammenarbeit zwischen Russland und Kirgisistan auf dem Gebiet der Sicherheit nicht gegen Drittländer, sondern ausschließlich auf die Gewährleistung der Sicherheit Kirgisistans und Russlands gerichtet sei.
Wladimir Putin sagte ferner, dass praktisch bereits schnelle Eingreiftruppen mit dem Hauptquartier in Bischkek gebildet worden seien, denen etwa 1000 Militärangehörige aus Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan und Russland angehören werden. Der Präsident der Russischen Föderation unterstrich, dass die dafür bereitgestellten Truppen der vier Staaten auf ihren Territorien stationiert sein werden, dass die Bildung der schnellen Fliegerkräfte, die in Kirgisistan stationiert werden, "diesen Worten jedoch einen anderen Sinn verleiht". "Die schnellen Eingreiftruppen haben eine starke Deckung durch die Fliegerkräfte bekommen und können dank den Transportfliegerkräften bei Notwendigkeit in eine bestimmte Region, darunter auch nach Bischkek, verlegt werden", sagte Wladimir Putin.
Askar Akajew sagte zur Stationierung der Fliegerkräfte in Kirgisistan, die seien " konkrete Schritte zur Bildung der schnellen Eingreiftruppen". Der Präsident Kirgisistans erklärte, dass die Fliegerkräfte "einen starken Sicherheitsschirm für Kirgisistan darstellen". (lr)