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US-Präsidentschaftswahlen

3. November 2006

Die Verfassung der Vereinigten Staaten sieht alle vier Jahre die Neuwahl des Präsidenten vor. Das Verfahren für die Wahl des Präsidenten und Vizepräsidenten beginnt lange vor dem eigentlichen Wahltag.

US-Präsidenten in Stein gehauen am Mount Rushmore National-DenkmalBild: AP

Kandidaten-Nominierung

Der Nominierungsprozess innerhalb der politischen Parteien beginnt offiziell mit den ersten Vorwahlen und parteiinternen Versammlungen auf Bundesstaatsebene, die in der Regel im Februar des Wahljahres stattfinden. Bei diesen Vorwahlen und parteiinternen Versammlungen werden Kandidatenlisten gewählt. Diese dienen meist zur Unterstützung bestimmter Kandidaten. Mit den Listen ist der Bundesstaat später bei nationalen Parteitagen vertreten.

Bei den nationalen Parteitagen, die traditionellerweise im Sommer stattfinden, stimmen die Delegierten der Bundesstaaten über den Präsidentschaftskandidaten der Partei ab.

Wahltag

Am Wahltag - dem ersten Dienstag nach dem ersten Montag im November des Wahljahres - hat jeder volljährige Bürger, der die notwendigen Voraussetzungen zur Wahlberechtigung in seinem Bundesstaat erfüllt (wie beispielsweise, sich für die Wahl registrieren zu lassen), die Möglichkeit, seine Stimme abzugeben. Der Präsident wird jedoch formal nicht durch direkte allgemeine Wahl gewählt. Die Verfassung sieht einen indirekten allgemeinen Wahlprozess im so genannten Wahlmännerkollegium vor.

Das Wahlmännerkollegium

In jedem Bundesstaat übergeben die politischen Parteien (oder unabhängige Kandidaten) dem Wahlleiter eine Liste von Wahlmännern. Diese sind ihrem Präsidentschaftskandidaten verpflichtet. Ihre Zahl entspricht den dem Bundesstaat zur Verfügung stehenden Wahlmännerstimmen. Diese wiederum richtet sich in jedem Bundesstaat nach der entsprechenden Anzahl von Senatoren (immer zwei) und Repräsentanten des Bundesstaates im Kongress.

Nach dem Wahltag treffen sich diese Wahlmänner am ersten Montag nach dem zweiten Mittwoch im Dezember in den Hauptstädten ihrer Bundesstaaten zur Stimmabgabe und wählen offiziell den nächsten Präsidenten. In der Regel gewinnt der Kandidat, der die meisten Wählerstimmen in einem Staat auf sich vereinigen kann, alle Wahlmänner des Bundesstaats.

Amtsantritt

Der designierte Präsident und der designierte Vizepräsident legen den Amtseid ab und treten am 20. Januar ihr Amt an.

(Mit freundlicher Unterstützung der US-amerikanischen Botschaft in Berlin)