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Protestaktion von Tschetschenen vor der Generalstaatsanwaltschaft Georgiens

30. September 2002

– Die Demonstranten fordern Tiflis auf, keine Tschetschenen an Moskau auszuliefern

Tiflis, 27.9.2002, CIVIL.GE, russ.

Vertreter der tschetschenischen Diaspora in Georgien und tschetschenische Flüchtlinge haben heute (27.9.) vor dem Gebäude der georgischen Generalstaatsanwaltschaft eine Protestkundgebung veranstaltet. Die Demonstranten forderten die georgischen Behörden auf, die zwischen dem 3. und 5. August von georgischen Grenzbeamten festgenommenen 13 Tschetschenen, die sich derzeit in Tiflis in Untersuchungshaft befinden, nicht an die russische Seite auszuliefern.

Vor wenigen Tagen hatte der georgische Staatsanwalt Nugsar Gabritschidse erklärt, dass die georgische Seite nach Abschluss aller obligatorischer Verfahren die 13 Tschetschenen Moskau übergeben werde.

Der Vorsitzende der tschetschenischen Diaspora, Chisir Aldamow, sagte bei der Kundgebung vor der Staatsanwaltschaft, Russland habe kein Recht, die Auslieferung der Festgenommenen zu fordern. Gemäß der Verfassung Georgiens hätten die festgenommenen Tschetschenen gegen die georgische Gesetzgebung verstoßen und deswegen müssten sie nach georgischen Gesetzen verurteilt werden. (MO)