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Rekordjagd und Trainerduell

Olivia Fritz (mit sid, dpa)2. Juni 2013

Im letzten Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor der Sommerpause kommt es zum Duell mit Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann. Miroslav Klose steht vor einem Rekord.

Miroslav Klose jubelt. (Foto: Michael Kappeler/dpa)
Miroslav Klose kann Rekordtorsdchütze werden.Bild: picture-alliance/dpa

Von wegen Freundschaftsspiel – das Duell mit der Auswahl der USA am Sonntagabend (02.06.2013, 20:30 Uhr MESZ) anlässlich des hundertjährigen Bestehens des US-Fußballverbandes hat für die deutsche Elf einiges zu bieten: Das Wiedersehen mit dem ehemaligen Coach Jürgen Klinsmann, der nun die US-Boys trainiert, und die Jagd auf den Torrekord. Nur ein einziger Treffer fehlt Miroslav Klose noch, dann hat er Gerd Müller mit dessen 68 Treffern im Nationaltrikot eingeholt.

Klose und Bender nachgereist

Dementsprechend motiviert wird Klose sein. Der Stürmer des AS Rom ist ebenso wie Sven Bender vom Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund in die USA nachgereist. Bundestrainer Joachim Löw stehen nun 21 Spieler zur Verfügung, obwohl ein Großteil seiner Stammkräfte gar nicht dabei sein kann: Mesut Özil und Sami Khedira sind noch für Real Madrid im Einsatz, die Bayern-Kicker spielen am Samstagabend (01.06.2013) das DFB-Pokal-Finale gegen den VfB Stuttgart und die Dortmunder sind nach dem Endspiel der Champions League in den Urlaub gereist.

Freude auf Wiedersehen: Klinsmann und Löw

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Dennoch bietet die umstrittene USA-Reise dem Bundestrainer ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in Brasilien wichtige Erkenntnisse: "Wir brauchen 30 Spieler, die für die Nationalmannschaft spielen können und nicht nur 15 oder 20. Es kann immer mal Verletzungen oder Veränderungen geben", erklärte Löw. "Wir brauchen auch den Konkurrenzkampf." Die Neulinge Sidney Sam und Max Kruse haben gegen Ecuador überzeugt, Philipp Wollscheid und Nicolai Müller hoffen auf weitere Einsatzzeiten. Löw kündigte bereits viele Veränderungen an – auch im Tor, das zuletzt René Adler gehütet hatte. Dort sollen Ron-Robert Zieler und Marc-André ter Stegen je eine Halbzeit spielen.

Das Trainerduell

Das Spiel im ausverkauften "RFK Memorial Stadium" wird auch von dem Temperaturen her heiß: Der DFB-Tross landete bei 30 Grad Ortstemperatur in Washington. "Die Temperaturen werden extrem sein, aber davon werden wir uns nicht beeindrucken lassen", erklärte Lukas Podolski, der gegen Ecuador das schnellste je gemessene Tor für die deutsche Nationalelf geschossen hatte. Er freut sich besonders auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Coach: "Natürlich ist es besonders, gegen Jürgen Klinsmann als Trainer anzutreten." "Der Jürgen gegen den Jogi – da will keiner verlieren. Da will der eine dem anderen zeigen, wer das bessere Team hat", sagte Torwart Adler. "Ich glaube, das sind eindeutig wir."

Klinsmann dagegen will ebenfalls einen guten Saisonabschluss. Sein Team hat nach der 2:4-Testspiel-Niederlage gegen Belgien noch einiges wieder gutzumachen. "Wir werden dafür sorgen, dass wir es gegen Deutschland besser machen", kündigte Klinsmann an. Mit seinem ehemaligen Co-Trainer Joachim Löw will er vorher einen Kaffee trinken gehen. Löw freut sich darauf, kennt aber auf dem Platz keine Gnade: "Ich erwarte, dass die Mannschaft sich im letzten Spiel der Saison noch mal fokussiert und konzentriert zu Werke geht. Wir wollen auch das zweite Spiel gewinnen."

Lukas Podolski nach seinem historischen Tor gegen Ecuador.Bild: picture alliance/augenklick/GES
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