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Republik Moldau lenkt ein

11. September 2002

– Justizminister gibt zu, "dass das Moldauische und das Rumänische ein und dieselbe Sprache sind"

Chisinau, 10.9.2002, BASA-PRESS, rumän.

Justizminister Ion Morei (Partei der Kommunisten – MD) hat am Dienstag in einem Interview mit der halbamtlichen Zeitung "Moldova suverana" ("Souveräne Republik Moldau" – MD) gesagt, das "das Moldauische und das Rumänische ein und dieselbe Sprache sind". Weil es sich um eine einzige Sprache handle, könne auch die Verfassung geändert werden. So könne berücksichtigt werden, "dass die moldauische Sprache mit der rumänischen Sprache identisch ist", unterstreicht Morei.

Nach seinen Worten muss sich eine eventuelle Verfassungsänderung auch von der Tatsache leiten lassen, dass Chisinau vor zwei Monaten die Europäische Konvention über die Regionalsprachen ratifiziert habe. Darin werde unter anderem auf die Übereinstimmung der (beiden – MD) Sprachen Bezug genommen.

Dem Justizminister zufolge ist das Sprachenproblem in der Republik Moldau "zu einem gordischen Knoten geworden", weil "in der Sache übertrieben wurde und weil das Thema möglicherweise bewusst zu einem Politikum gemacht wurde".

Außer von "Moldova suverana" wurde die Erklärung auch von der russischsprachigen halbamtlichen Zeitung "Nesawissimaja Moldova" ("Unabhängige Republik Moldau" – MD) sowie vom nationalen Hörfunk und Fernsehen verbreitet.

In Artikel 13 der Verfassung heißt es: "Staatssprache in der Republik Moldau ist die moldauische Sprache in lateinischer Schrift." (me)