Sie nennen sich BIO Curious,Grindhouse, Wetware oder Genspace. Nicht selten sind ihre Labore in Küchen, Kellern und Garagen zu finden. Bio-Hacker wollen schneller und billiger sein als die großen Pharmafirmen und sinnvollere bio-medizinische Produkte auf den Markt bringen. Etwa einen Drucker, der in der Lage ist, menschliche Haut zu "drucken" oder Biosensoren, die schon reagieren wenn Krankheiten "im Anmarsch" sind. In den Außenbezirken von Pittsburgh hat die Gruppe um Tim Cannon die Ideen schon ziemlich weit getrieben. Cannon hat sich sein Implantat namens ‚Heeled’ einpflanzen lassen und will es jetzt testen. Heeled soll 200 Dollar kosten und alle Körperfunktionen zu jeder Zeit überwachen und registrieren - Volkskrankheiten sollen so sehr früh erkannt und vom Patienten selbst therapiert werden können. Die Kehrseite: die Gefahr vom "gläsernen Patienten" wird hier real. Wer wird Patienten versichern, deren Risikofaktoren schon weit vor Ausbruch der Krankheiten offensichtlich sind.
Bericht: Miodrag Soric
